meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Viel gruseliger geht es kaum…

Ein Kommentar

Noch dunkler, noch kühler, noch feuchter, noch unwirtlicher, noch montäglicher…brrrr…heute war es wirklich ganz besonders schwer!

Gut, dass mein Tag heute mit Terminen vollgeballert ist, da habe ich nicht so viel Zeit zum Jammern und Nachdraußenschauen…

Das Wochenende war schön und ganz nach meinem Geschmack, es hätte lediglich ein paar Stunden mehr freie Zeit haben können. Zeit zum Schmökern in der dicken „Süddeutschen“ vom Wochenende, oder zum Bloggen, oder um mal wieder richtig ausgiebig mit T. zu reden. Ich merke oft gar nicht richtig, dass wir tage- manchmal sogar wochenlang vor lauter Stress und Alltagshektik aneinander vorbeirennen, bis mir plötzlich auffällt, dass ich eigentlich nur am Rummeckern an T. bin, dessen Ursprung – so paradox das auch klingen mag – in einer sich langsam einschleichenden Distanz zwischen T. und mir liegt.

Was für ein merkwürdiger Satz. Also eigentlich will ich damit sagen, dass mir die Nähe zu T. fehlt, ich das aber nicht gleich so merke (vor lauter Stress) und dann motzig werde mit ihm. Was natürlich nicht gerade ideal ist. Zugegeben.

Aber wir haben es gemerkt und es ist uns , wenngleich auch erst richtig gestern Nachmittag, gelungen, einzulenken, aufeinander zuzugehen und die Distanz zwischen uns wieder deutlich zu verringern… 😉

Ach ja, das Elterngespräch mit der Relilehrerin von F. Das wollte ich ja noch erzählen.

T. und ich – ziemlich geladen, voller Ideen, was wir der Dame alles sagen wollten – stehen also Freitag vor dem Lehrerzimmer, da kommt sie auf uns zu, freundlich und offen…und nimmt uns einfach den Wind aus den Segeln.

Frechheit! Sagt, dass F. eine tragende Säule in ihrer Religions-Klasse ist, dass seine Ideen und Beiträge toll und durchdacht sind, dass er sich viele Gedanken macht, auf andere achtet und ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaft ist. Dass er im Mündlichen sowieso auf eins steht und sich deshalb wegen der schriftlichen Probe auch überhaupt keine Gedanken machen müsste.

Auf seine Sorgen angesprochen war sie ehrlich berührt und meinte, dass das gar nicht sein dürfe und es ihr wirklich leid täte und er da wohl manches auch auf sich beziehe (wenn sie z. B. ein anderes Kind schimpft) und sie schon wisse, dass sie eine eher laute und impulsive Lehrerin sei und er sich das vielleicht zu sehr zu Herzen nähme.

Ziemlich reflektiert jedenfalls. Auf alle Fälle gut, dass sie jetzt Bescheid weiß, der Plan ist jetzt, dass F. ihr nach der Stunde ein ganz kurzes Feedback geben soll, wie er den Unterricht so gefunden hat, ob es für ihn okay war, damit sie gleich entsprechend reagieren und mit ihm reden kann. Und sie hat ein Auge auf ihn. Und wir auch.

F. war echt überrascht und erleichtert, ich glaube, das ist für uns alle der richtige Weg. Mal schauen, wie es weiter geht!

So, jetzt muss ich los!

To be continued….

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

Ein Kommentar zu “Viel gruseliger geht es kaum…

  1. Schön, dass die Lehrerin so selbstreflektierend ist. Das sind wohl ganz allgemein die wenigsten Menschen.

    Auch, wenn ich noch nicht lange deinem Blog folge, finde ich es schön, dass du mit deinem Mann an eurer Beziehung arbeitest. Leider schleicht sich der Alltag manchmal ja viel schneller an, als man gucken kann.

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