meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Unruhig und zappelig…

2 Kommentare

Das beschreibt wohl meinen momentanen Zustand am besten.

So richtig kann und ich will ich noch nicht zur Ruhe kommen. Das ist auch gut für mich. Ist mein Motor. Treibt mich an.

Und die Energie reicht auch noch, um meiner – momentan wieder ziemlich stressigen Arbeit – und den „Widrigkeiten“ des Alltags Herr bzw. Frau zu werden.

Das ist echt unglaublich. Da sind gerade mal eine Woche die Ferien zu Ende, da schwappen Alltag und Herbst schon wieder über uns zusammen. Wie eine dieser großen, istrischen Wellen, die wir gerade mal vor ein paar Wochen am eigenen Leib erleben durften. Die Füße haben auf den von glitschigen Algen überzogenen Felsen kaum Halt, man erholt sich gerade von der „Vor-Welle“, schnappt nach Luft, blinzelt das salzige Wasser aus den Augen, sucht nach festem Stand, sieht die nächste Welle schon heranrollen, überlegt noch, wie man ihr am besten begegnen soll – und schon hat sie dich erreicht, schlägt über dir zusammen, für einen kurzen Augenblick weiß man nicht wo oben oder unten ist, ein kleiner Moment Angst, unglaubliche Ruhe, dann kommst du wieder nach oben…

Allerdings war es in Istrien wenigstens sonnig und herrliche dreißig Grad warm. Und das mit den Wellen war gewollt und lustig.

Das ist der Unterschied…

Jedenfalls sind wir jetzt final mit den Schulsachen durch, die letzte Amazon-Bestellung (ein Zirkel, ein Zirkel – ich kann förmlich sehen, wie F. heute Nachmittag durch die Wohnung jauchzen wird!) müsste heute angekommen sein, der erste Elternabend im Kindergarten zwecks „Musikalischer Frühförderung“ (zu der B. jetzt doch nicht gehen darf, weil er am Stichtag 30.09 noch nicht vier ist 😦  – überhaupt nicht witzig!) ist geschafft, jetzt kommt noch ein „allgemeiner“ und der in der Schule, dann müssen wir uns aktiv um die Freizeitgestaltung der Kinder kümmern, sprich Sport, Wasserwacht, Musik etc…

Montag haben beide ihren halbjährlichen Zahnarztkontrolltermin (wieder ein Nachmittag dahin), nebenbei zieht die Schule bereits deutlich an und wir müssen schauen, dass F. von Anfang an am Ball bleibt.

Und zu allem Überfluss kommt auch noch mit ganz großen Schritten meine absolute Lieblingsjahreszeit daher gerannt, echt, fast nichts schlimmer, als wenn es morgens beim Aufstehen noch komplett dunkel ist und kalt und abends gleich wieder dunkel – also eigentlich schon nachmittags…uah, das kann ich nicht so richtig gut leiden! Und zwangsweise drin sein ist so gar nicht meins, also muss ich die ganze Bagage anziehen und bei Wind und Wetter um die Häuser jagen…was nicht immer auf Begeisterung stößt!

Gegen meine innere Unruhe hilft im Moment gerade die Vorfreude und Beschäftigung mit dem Thema „Freundeskreis Flüchtlinge“ in unserem Ort (ob ich den Namen wohlgewählt finde steht dabei auf einem ganz anderen Blatt…), mit meinem neu gewonnenen Selbstvertrauen und dem unbedingten Willen hier in der Gemeinde etwas zum Guten zu bewegen (und zwar von Anfang an) habe ich beschlossen, mich nicht nur ein bisschen zu beteiligen, sondern „richtig“ zu engagieren, was in diesem Fall heißt, dass ich den zuvor festgelegten Bereich „Sprache, Ausbildung, Job, Beruf“ verantwortlich übernommen habe. Dazu wird es nächste Woche das erste Treffen aller Interessierten geben, die sich vorstellen können, unseren zukünftigen Flüchtlingen hierbei unter die Arme zu greifen und ich werde das ganze so gut ich kann organisieren, strukturieren, leiten (so nötig) und nach Außen verantworten. So der Plan. Ich bin schon sehr aufgeregt, das scheint ein tolles Team zu werden, da sind unter anderem einige (ehemalige) Lehrer, der pensionierte Leiter des staatlichen Schulamtes, Erzieher und engagierte Studenten dabei. Aber alleine die Beschäftigung mit der Materie, Heraussuchen von Material, Förderungsmöglichkeiten etc. macht mich ruhiger und sicherer. Das kann ich. Das will ich. Und alles andere wird sich dann schon ergeben.

Jetzt ist Zeit für Feierabend. Genug Büro für heute. Zeit für Kinder. Kochen. Mann. Vorlesen. Ausruhen. Reden. Den Kopf mit anderen Inhalten füllen.

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

2 Kommentare zu “Unruhig und zappelig…

  1. Musikalische So-früh-nun-doch-wieder-nicht-Förderung? Hmpf. Warum machen die keine Ausnahmen?

    • „Sofrühnundochwiedernicht“ geht mir echt auch auf den Wecker! Keine Ahnung. Erst hieß es noch, wenn die Erzieherin eine Empfehlung abgeben würde, dass er trotzdem mitmachen könnte (schließlich wird er ja im Januar schon vier), dann würde das gehen – jetzt plötzlich wird das ganz rigide abgewiesen mit der Begründung „Irgendeinen Stichtag müsste es ja schließlich geben“. Wie gesagt, mich nerven solche Sachen ganz gewaltig…

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