meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Da sind sie ja wieder!

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Meine Gedanken meine ich!
Mit dem abkühlenden Gewitter und der frischen Luft bin ich auch gleich wieder ein wenig nachdenklicher. Was gar nicht schlimm ist. Vielleicht würde mir sonst auf Dauer auch langweilig werden?!?

Es ist auch jede Menge passiert, was meinem Kopf und meinem Herzen entsprechend Futter gegeben hat.
Freitag musste ich erstmal einen wahnsinnig lang aufgeschobenen Frauenarzttermin noch einmal ein wenig weiter verschieben – ein Friseurbesuch war definitiv wichtiger!! 😀

Das Kopfschmerz-Wundermittel, das ich übrigens nach wie vor sehr gut vertrage und die Migräne komplett aus meinem Leben verbannt hat, hat nämlich dann doch einen Haken: mir gehen die Haar aus. Nicht so richtig massiv aber doch irgendwie stetig. Und bis mir das richtig aufgefallen war und ich mich schlau machen konnte, was genau das ist und wie ich dem entgegen wirken kann, wurde es schon ein wenig struppig auf meinem Kopf. Bis zum Entschluss letzte Woche, dass ich das mit der wallenden Langhaarmähne doch noch ein wenig aufschieben (gut, sie waren auch gerade mal erst wieder etwa schulterlang) und sie unbedingt abschneiden muss. Gesagt getan, Friseurin des Vertrauens hat an meinem freien Vormittag noch einen Termin und da musste ich halt Prioritäten setzen! Den Arzttermin habe ich artig verschoben (nicht terminlos abgesagt – sonst komm ich da in diesem Leben nicht mehr hin! :D) – natürlich unter einem Vorwand…
Jedenfalls hatte ich einen herrlichen Freitagvormittag, habe jetzt eine wunderbare sommerliche kurze und doch frauliche Frisur und das Gefühl, dass die Haare auch schon gar nicht mehr so wild ausgehen…

Samstag waren wir zum Glück ziemlich früh auf, waren einkaufen und dann sogar noch Auto waschen und saugen. Allerdings war das dann auch das Maximum an körperlicher Betätigung – das Aufräumen der Wohnung, das wir uns noch vorgenommen hatten, haben wir dann mal schön auf den nächsten Tag verschoben (so wie schon die ganzen Tage zuvor…)und sind lieber noch ein bisschen im Garten im Schatten rumgelungert.
Am frühen Nachmittag sind wir zu meinem Vater aufgebrochen, wollten dort ja eigentlich zum Baden fahren, die Jungs haben dann aber angefangen sich mit dem Gartenschlauch komplett unter Wasser zu setzen – das war dann irgendwie Erfrischung genug…
Nach dem gemeinsamen Abendessen sind wir dann zum Schloss Tüßling zur Gartenausstellung gefahren, wo es eine „romantische Nacht“ gab, man konnte seine Decken ins Gras legen, die Ausstellung besichtigen, essen, trinken und um 23 Uhr war ein großes Feuerwerk.
Für B., der ja seit Tagen unter chronischem Schlafmangel leidet, war das alles relativ anstrengend, es war sehr, sehr voll, sehr heiß und für die Kinder auch relativ langweilig. Aber wir haben die Zeit rumbekommen und das Feuerwerk war richtig schön und hat sich definitiv gelohnt.
Von dort aus sind wir dann direkt heimgefahren, die Kinder sind nach kürzester Zeit dann auch eingeschlafen und wir waren gegen halb eins zuhause.
Während der Fahrt habe ich viel mit T. über meinen Vater gesprochen. Ein nach wie vor schwieriges Thema.
Auf der einen Seite mag ich ihn irgendwie immer mehr. Er ist siebenundsechzig, sieht ganz gut aus, ist ziemlich fit und hat eigentlich alles ganz gut im Griff. Was unsere Beziehung zueinander deutlich vereinfacht ist, dass ich nicht mehr jede Diskussion mit ihm führen muss, ihm nicht mehr alles erzähle, mich nicht mehr auf Streitereien einlasse. Ich bin „gnädiger“ geworden, denke mir oft „ach, lass ihn doch“. Belächle seinen Starrsinn, sein Beharren darauf, dass seine Meinung die einzig richtige im Universum ist. Der Preis dafür ist, dass zwischen uns alles sehr oberflächlich ist. Wir kommen kaum ins Gespräch, sind uns nicht wirklich nah.
Er ist scheinbar so desinteressiert an allem, was mich immer wieder in meine Kindheit und Jugend zurück versetzt, als mich das sehr oft unheimlich verletzt hat. Auch heute noch beteuert meine Mutter (obwohl sie seit mehr als dreißig Jahren getrennt sind), dass er nicht desinteressiert ist, dass er jedes Wort aufsaugt und sich merkt und nur weil er keinen Zugang zu seiner eigenen Emotionalität und Angst vor Verletzung hat, scheinbar nüchtern und unbeteiligt bleibt.
Für mich macht es das nicht besser. Ich habe lediglich gelernt, damit umzugehen. Ich habe Abstand zu ihm und keine Erwartungen mehr. Das klingt jetzt vielleicht verbitterter als es wirklich ist. Manchmal betrauere ich meine Situation. Aber mehr die Vergangenheit. Dass ich als Kind und junge Frau keinen „richtigen“ Vater gehabt habe. Vor allem dann, wenn ich mich ganz besonders nach einem gesehnt habe. Manche haben keinen. Der ist einfach nicht präsent.
Aber meiner war da. Immer – auch nach der Trennung meiner Eltern – ganz in meiner Nähe. Wir haben uns gesehen, Zeit mit einander verbracht. Und trotzdem war er nie wirklich für mich da. Hat sich nie echt für mich interessiert, für meine Gedanken oder Gefühle. Für meine Beweggründe etwas zu tun. Hat mir immer nur versucht seine Meinung aufzuzwingen. Wie viele aussichtslose Kämpfe und Diskussionen habe ich mit ihm geführt? Unzählige…
Und jetzt? Sehe ich, wie er sich gegenüber F. genauso verhält. F. ist nicht mehr süß. Und anspruchslos. So wie B. Der schenkt ihm einfach seine bewundernde Liebe. Der Opa ist toll. Der Opa ist stark. Der Opa hat einen (wenn auch ziemlich blöden) Hund.
Das beeindruckt F. nicht mehr. F. möchte, dass der Opa Interesse zeigt. An ihm. Sich auf ihn einlässt. Klar kommt er, wenn F. in ein paar Tagen ein Gitarrenkonzert hat. Extra sechzig Kilometer für ein/zwei Lieder. Und ist bestimmt stolz. Ob er es sagen wird? Nein, wohl eher nicht.
Was also wird zukünftig passieren? F. wird sich vom Opa entfremden. Wird enttäuscht sein von dessen Desinteresse. Von dessen Oberflächlichkeit. Wird irgendwann keine Lust mehr haben hinzufahren. Anzurufen. Und wie lange kann ich ihn dazu ermuntern/auffordern/nötigen? Wie lange ist es meine Aufgabe?
Das genau möchte ich meinem Vater sagen. Dass es für ihn und mich als Vater und Tochter zu spät ist. Und dass es von meiner Seite aus auch so in Ordnung ist. Aber dass er jetzt noch eine Chance hat bei F. und bei B. Und dass ich mir für alle Beteiligten wünsche, dass er sie ergreift. Er ist der Erwachsene. Er muss das in die Hand nehmen.

Gestern dann einfach ein heißer, entspannter Tag im Garten. Halt! Am Vormittag haben wir tatsächlich die Wohnung auf Vordermann gebracht! Echt jetzt!

B. hat einen blöden, offenen Ausschlag zwischen Nase und Mund, der (vermutlich vor lauter Hitze und dreckigem Weiher-Wasser) trotz Zink-Salbe überhaupt nicht mehr heilen will. Also heute Nachmittag zum Kinderarzt. Sicher ist sicher.

Am Abend dann noch ein Anruf von einem Vater eines Mitschülers von F., der ja nur mal ganz vorsorglich mitteilen wollte, dass F. am Freitag seinen Sohn nach der Schule bedroht und gegen sein nigelnagelneues Fahrrad getreten hat. Nicht, dass beim nächsten Mal wirklich was kaputt geht und es dann echt Ärger gäbe…
Wenn das jetzt irgendein Junge und irgendein Vater gewesen wäre…okay.
Aber ausgerechnet dieses Kind. Puh. Gut, dass ich am Telefon war! T. wäre vermutlich explodiert!
Ich weiß nicht, wie oft ich schon Geschichten von Gewalteskalationen hören musste, so richtig mit Blut und Verweisen und allem Drum und Dran – und immer ist dieser Junge beteiligt!
Vor allem erzählt mir dann der Vater, wie er bei einer anderen Familie angerufen hat um sich zu beschweren, weil deren Sohn seinem Sohn eine runtergehauen hat und weil die dann nicht gleich einsichtig waren, damit gedroht hat, dass er nach der Schule die zehn Cousins seines Sohnes hinschickt um dem Jungen aufzulauern und dem alle auch eine zu schmieren zu lassen… anzeigen wäre ja nicht, die sind ja alle unter vierzehn. Hä??????? Geht´s noch????

Ich hab dann natürlich mit F. gesprochen und ja, mein Sohn hat einen Hang zum Missionieren, er hat wohl besagten Jungen am Freitag aufgehalten, weil der mit dem nigelnagelneuen Fahrrad zur Schule gekommen ist um ihm mitzuteilen, dass man in der zweiten Klasse noch gar nicht mit dem Fahrrad in die Schule fahren darf! Erst in der dritten, nach bestandener Fahrradprüfung!!! Eben!!!! Er hat sich also den Reifen des Vorderrades zwischen die Beine geklemmt während seiner Belehrungsstunde. Das war´s!

Jedenfalls hab ich zu dem merkwürdigen Vater gesagt, dass ich mir die Version von F. anhören und ihm sagen werde, dass er seinen Sohn in Ruhe lassen soll – und fertig. Ich brauche kein weiteres Gespräch, schon gar nicht in Anwesenheit der Erwachsenen oder sonst was.
Wenn noch mal was ist soll er mich nochmal anrufen hab ich gesagt.
Dann allerdings werde ich ihm von den Tätlichkeiten seines Sohnes gegen meinen berichten, die ich jetzt, weil ich der Meinung bin, dass die Lehrerin das in der Schule alles ganz super regelt, noch nicht angesprochen habe. Und dann kann er mich aber mal kennenlernen…oder ich gebe T. den Hörer!!!!!! >:-[

So, das war das Wochenende. Jetzt ist Montag. Neue Woche – neues Spiel. Der Sommer geht weiter und damit auch meine Bestrebungen mir nicht die Laune verderben zu lassen! Heute Abend erstmal Sport – und zwar ohne Ausrede!
Und morgen? Ja über morgen, da denke ich dann nach, wenn´s so weit ist! B)

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

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