meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Ach ja…

2 Kommentare

…manche Tage müssen halt so sein. Vielleicht ist das richtige Wort belanglos? Oder langweilig? Oder unwichtig?
Ich bin mir nicht sicher.
Tatsächlich hat der Vater meiner Freundin keinen Lungenkrebs sondern „nur“ eine verschleppte Lungenentzündung. Das zumindest ist eine richtig gute Nachricht.
Und so ging durch den Freundeskreis am gestrigen Abend auch ein erleichtertes Aufatmen…
Auch die andere Freundin rappelt sich erstaunlich schnell wieder auf, da scheint die Wut ein guter Begleiter und Seelentröster zu sein, zumindest für den Moment. Wer weiß, wie sich das in ein paar Tagen, wenn der größte Ärger verflogen ist, darstellt, aber dann kann sie sich auf uns verlassen, wir werden auch dann noch für sie da sein.

Ansonsten ist meine Laune heute eben genau wie das Wetter. So mittel. Belanglos. Ein bisschen (unter-)kühl(t). Leicht genervt.
Gestern Nachmittag wollten die Jungs unbedingt zusammen drinnen Lego spielen und haben sich dabei ein paar Mal so dermaßen gezofft, dass mir echt die Haare zu Berge gestanden sind! Die geben sich da nichts! Der Kleine fängt an zu heulen und zu schreien, wenn er nicht gleich kriegt was er will, der Große knallt es ihm dann in der Regel hin und motzt richtig derbe nach, wenn er nicht sogar noch ein bisschen „nachschubst“. Das wird so richtig laut und heftig. Einmal habe ich während dessen gerade telefoniert und hab dann beide bloß zum „Ausrauchen“ in ihr jeweiliges Zimmer komplimentiert und war überrascht, dass das tatsächlich die beste Methode an diesem Nachmittag war, die beiden ein wenig runterzuholen.
Vor allem, weil ich eigentlich von diesen Zwangsentschuldigungen überhaupt nichts halte. „Und dabei in die Augen schauen!!!!“ Was soll das denn bitteschön bringen???
Ich versuche in wenigen, kurzen Sätzen an ihren Verstand zu appellieren (oder das, was in diesen Momenten davon übrig geblieben ist) oder drohe sofort mit Fernsehverbot…das zieht immer….War ein Witz!!!
Meistens lasse ich sie auch einfach mal schreien und machen, oft genug kriegen sie sich nämlich auch ganz gut selber wieder auf die Reihe. Nur wenn so eine gewisse Schwelle überschritten ist, von der ich aber behaupte, dass man sie als Mutter sehr genau erkennt, greife ich zügig und ohne zu Zögern ein.
Interessant ist nur, dass der Kleine, obwohl doch immerhin fünf Jahre jünger als der Große und dementsprechend auch körperlich deutlich unterlegen, definitiv die Hosen anhat. Der ist viel grober, viel dominanter und hat schon seine Mittel und Wege gefunden, den Großen zu ärgern und vor allem zu kriegen, was er will…

Allerdings bin ich trotzdem und seiner immer noch andauernden Trotzphase extrem stolz auf ihn!!
Am Montag war ich ja beim Entwicklungsgespräch im Kindergarten und das war ein einziger Lobgesang! Kein Bereich, in dem er sich nicht positiv entwickelt und jetzt deutlich über dem Durchschnitt wäre! Gerade die Grobmotorik, also alles was mit Turnen, Balancieren, Ballgefühl, auf einem Bein stehen, auf Zehenspitzen laufen usw. zu tun hat, ist wirklich super.
Die Erzieherin hat gesagt, dass es ganz auffällig ist, dass er seit er aus der Kur zurück ist, ein richtiges Kindergartenkind ist. Er hat dort sowohl sprachlich, als auch sozial einen riesen Sprung gemacht, ist jetzt super integriert, spricht ganz toll, übernimmt Aufgaben, erzählt von sich, kann seine Bedürfnisse ausdrücken (was ja beim großen Bruder schon länger wirklich gut klappt…), hört aber auch auf die der anderen, ist freundlich und höflich. Besser geht´s also gar nicht! Herz, was willst Du mehr? Ich hab mich wirklich richtig gefreut! Vor allem, weil sie mein Gefühl bestätigt hat und meinen Weg, den ich erziehungstechnisch gehe. Dass ich auf Selbständigkeit beharre, versuche klar und konsequent zu sein. Und so hat sich das Gespräch in mehrfacher Sich gelohnt, für den kleinen B., weil jetzt endgültig bestätigt ist, dass er gar kein kleiner B. mehr ist, sondern ein richtig großer, toller Junge und er sich wie ein Schnitzel gefreut hat, als ich ihm in allen Einzelheiten vom Gespräch erzählt habe (und das an diesem Tag noch drei weitere Male tun musste) und für mich, weil auch für mich diese Bestätigung in diesem ganzen Chaos einfach mal schön war und Balsam für meine oft suchende und verzweifelte Seele!
Und T. kriegen wir jetzt auch noch auf unsere Seite! Das wird schon klappen!

Und wo ich gerade dabei bin, von diesen positiven Entwicklungen zu erzählen, wird mein Herz ganz warm und meine Laune bessert sich tatsächlich erheblich!!
Und schwupp! Schon ist auch Feierabend! Jetzt hole ich F. von der Schule ab, der hat heute die Gitarre dabei und dann warten wir gemeinsam am Kindergarten auf B., der heute mit dem ganzen Haufen einen Ausflug mit dem Bus in den Wildpark gemacht hat. Der hat bestimmt viel zu erzählen!!

Keep on going…B)

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

2 Kommentare zu “Ach ja…

  1. 10:42 Feierabend? Wow *grins* Genieß ihn ^^

  2. Lustig! Das war der Zeitpunkt, an dem ich meinen Eintrag zum ersten Mal zwischengespeichert habe, weil ich ihn nicht in einem Rutsch durch schreiben konnte…
    Feierabend war also (leider) ganz konventionell um kurz vor zwei – aber danke, dass Du ihn mir so früh gegönnt hättest!

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