meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Sahankt Martin wahar ehein guter Mahann…

3 Kommentare

Die ganze Zeit habe ich dieses Lied im Kopf aber die Vorfreude auf den heutigen Sankt-Martins-Kindergarten-Umzug will und will sich nicht einstellen…

Was mache ich nur? Die beiden Jungs freuen sich wie Bolle.
Zwar aus unterschiedlichen Gründen (F. trifft alte Kindergarten-Spez´l wieder und sieht sich vor seinem geistigen Auge bereits mit denen im Dunkeln im angrenzenden Wald abenteuerlich verschwinden, B. will einfach nur seine nigelnagelneu gebastelte Laterne spazieren führen und endlich lauthals all die ihm in den letzten Wochen eingetrichterten Laternenlieder absingen…) aber das schon seit Tagen!

Jetzt habe ich auch noch mit T. vereinbart, dass er heute Abend lagen arbeiten kann, weil diese Woche es ziemlich in sich hat – was es natürlich ungleich schlimmer macht!

Ich werde mich also um 16:30 Uhr vor dem Kindergarten mit den beiden einfinden, in einer Gruppe von ungefähr sechzig Leuten im Eiltempo einmal durch´s Dorf rennen, dabei werden besagte Lieder gesungen, die allerdings nur von den ersten zehn Leuten im Pulk überhaupt gehört werden, weil die übereifrigen Erzieherinnen mit ihren wunderbaren Gitarren und glockenhellen Stimmen vorausgaloppieren und hinten, im „Elternteil“ sowieso nur gequatscht wird.
Wir kommen zum alljährlichen Treffpunkt am Gemeindehaus (Kirche wurde in diesem Jahr gestrichen, für mich persönlich der einzige Höhepunkt, auch wenn das alljährliche St.-Martins-Spiel der Kinder nicht wirklich mit großen Überraschungen aufwarten konnte…), da hat die Feuerwehr schon ein großes Sankt-Martins-Feuer vorbereitet (auch irgendwie komisch oder, wenn die Feuerwehr das Feuer übernimmt?), es gibt (wie in jedem Jahr) Leberkässemmeln, Punsch (aus selbst mitgebrachten Tassen) und laue Gespräche.

In der Regel ist das nur mit T. zu überstehen und seiner unnachahmlichen Art mit mir zusammen über alles und jeden zu lästern. Tut ja auch mal gut.

Und so werde ich in diesem Jahr nur rennen, ein wenig singen, meine Brut in der Dunkelheit zusammen halten, Leberkässemmeln essen – und mich langweilen.

Ja, ich könnte mich ja auch elternbeiratstechnisch an einer grundlegenden Veränderung beteiligen, schließlich sind die, die immer nur meckern, aber nichts zur Verbesserung beitragen, die aller schlimmsten – aber das Kinderhausteam ist in manchen Dingen sowas von festgefahren und nicht bereit althergebrachte Strukturen aufzubrechen, das habe ich genau einmal ein Jahr lang als Mitglied des Elternbeirates versucht – nie wieder.
Zu viel Energie, die da im besten Falle sinnlos verpufft…

Also heißt die Devise: weitermeckern, in der beschaulichen Passivität versinken – und trotzdem überall dabei sein… Die Kinder mögen das schließlich!

Ich denke, gegen 18:30 Uhr ist dann der erste mögliche Zeitpunkt zur Flucht, außer der Große macht mir mit seiner wäldischen Abwesenheit einen Strich durch die Rechnung!!!

Ein echter Vorteil der Veranstaltung ist allerdings, dass ich mir trotz des elenden Mistwetters weder Gedanken über eine Frischlufberieselung der Kinder, noch mir Vorwürfe über das womögliche Ausbleiben selbiger machen muss. Bewegung an der frischen Luft: check!

Und so werde ich diesen heutigen Tag selbstverständlich mit stoischer Großmut hinter mich bringen (und wer weiß? Die besten Partys sind in der Regel die, auf die man so überhaupt keine Lust hat!) und mich auf einen ruhigen „Me-myself-and-I-Abend“ freuen… quasi als Belohnung!

Auf morgen freue ich mich sehr, wir werden nämlich endlich, endlich, endlich unser neues Auto abholen.
Zu diesem Zweck werden wir für Schule und Kindergarten einen kleinen Magen-Darm-Virus fingieren („Da wird doch nichts mit den Leberkässemmeln gewesen sein, oder??“) und einen schönen, entspannten Tagesausflug zum Abholen unternehmen. Muss halt auch mal sein! Und auf „legalem“ Weg ist so was, zumindest mit der Schule, überhaupt nicht zu machen…

So, ich muss mich jetzt mental weiter vorbereiten!
Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne…brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht…was völliger Quatsch ist, weil wir eh nur batteriebetriebene Laternenstäbe benutzen dürfen… *seufz*

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

3 Kommentare zu “Sahankt Martin wahar ehein guter Mahann…

  1. *hihi*

    So ein Magen-Darm-Infekt kann ganz schnell passieren – und er hält in der Regel auch mehr als einen Tag an. Außer es war nur eine Verstimmung… Was dann ja wieder stimmen würde, denn es gibt dann ja eine Verstimmung mit der Schule *grins*

    Zum Singen von echt coolen Kinderliedern empfehle ich ab sofort „Giraffenaffen 2“. Diese CD hat mich echt eingefangen. Da ist selbst das Martinslied zu ertragen 😀

    Schönen Abend wünsche ich Dir. Und dass es keine echte Verstimmung wird.

  2. Mir bleibt der Me-myself-and-i-abend im Kopf. ich hoffe so sehr, dass er stattfinden konnte 🙂 bzw. gerade stattfindet

  3. Mein Lieblings-Laterne-Lied ist „Abends wenn es dunkel wird…“ und: Langeweile ist manchmal auch eine gute Erholung 😉

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