meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Herbst

3 Kommentare

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Jetzt ist es amtlich: es wird Herbst. Ohne Wenn und Aber. Da hilft kein Zaudern und Jammern: da ist er!
Dabei zeigt er sich sogar von seiner aller schönsten Seite! Es ist einfach herrlich Draußen!
In der Nacht richtig kühl, am morgen neblig, die Sonne lässt sich nur erahnen – aber dann, dann bricht der Himmel auf, der Himmel strahlt in sattem, klaren Blau und es wird spätsommerlich warm!
So mag ich das! Bestimmt ein Vorbote auf das bevorstehende Oktoberfest! Zu dieser Zeit ist es bei uns quasi immer schön und der Bayer rühmt sich für den landesfarbenen Himmel…wunderbar!
Ich habe T. schon angedroht, dass ich am Wochenende unbedingt mein Dirndl ausführen muss. Und wenn es nur zu einem ausgiebigen Spaziergang in der Münchner Innenstadt ist! Nur ein Wies´n-Besuch mit den Kindern scheint tatsächlich unerschwinglich. Kostet die Maß doch heuer fast überall schon über 10 Euro, und so ist das auch mit allen anderen Köstlichkeiten und selbstverständlich auch den Fahrgeschäften…vielleicht gehen wir am Familiennachmittag. Und vielleicht spendiert der Chef ja ein paar Wies´n-Marken für das Augustinerzelt…

Was ist sonst noch erzählenswert?
Vielleicht, dass der Alltag uns schon wieder komplett in seinen Fängen hat? Unglaublich. Montag haben F. und ich den ganzen Schulkram eingekauft, hergerichtet, eingeräumt, sortiert – wir waren inklusive eines kurzen Zahnarzttermines tatsächlich bis zum frühen Nachmittag beschäftigt. Turnbeutel füllen (wo sind denn die Turnschuhe? Und warum zum Kuckuck sind die so dreckig??), Malkasten auswaschen, Pinsel auf Vordermann bringen, Federmäppchen ergänzen und aufhübschen, die Liste der Lehrerin abarbeiten, sämtliche Dinge beschriften, Lederhose für den ersten Schultag herrichten, Hemd bügeln (F.´s Klasse singt den Abc-Schützen am ersten Tag ein (bayrisches) Ständchen)…
Der Dienstag lief dann relativ rund, ich habe F. mit seinem ganzen Kram in die Schule gefahren, schnell der Lehrerin Hallo gesagt – reibungslos.
Selbst B. geht jetzt wieder ohne größere Proteste oder Weinkrisen in den Kindergarten – ich glaube, wir haben uns alle mehr oder weniger wieder in unseren Alltag hineingefunden.

Gestern hatte F. dann seine erste Gitarrenstunde, der Lehrer ist wirklich toll (ja, gut, super aussehen tut er nebenbei dann auch noch – ist mir aber fast überhaupt gar nicht aufgefallen!) und F. hat gestern sage und schreibe dreimal für zehn Minuten geübt. Freiwillig. Was bei drei Liedern, die jeweils nur aus der Note „g“ bestehen nicht so wahnsinnig aufregend – nein, nach kürzester Zeit sogar eher nervend ist. Natürlich habe ich ihm das nicht gesagt, habe ihn stattdessen für sein Engagement und das schöne und saubere Anspielen des einen Tones gelobt! Bin ich froh, wenn er das besser kann! J

Jedenfalls braucht er jetzt eine Gitarre und zwei Bücher und einen Fußhocker und einen Notenständer und eine Tasche für den ganzen Kram. Bildung ist teuer! Der Schulkram hat schon knapp 50 Euro gekostet (ohne Arbeitsbücher, Kopiergeld etc.) – und jetzt auch noch das ganze Musikzeug…. Ich frage mich wirklich, wie man das macht, wenn man mehrere Schulkinder und/oder ein geringes Einkommen hat. Jonglieren wir doch schon mit dem Geld und überlegen, ob der Musiklehrer uns seine Gitarre vielleicht noch bis Anfang Oktober leiht, bis wieder unsere Gehälter auf dem Konto, unsere Rechnungen bezahlt sind… Eigentlich müsste Musikunterricht umsonst sein, oder?

Ansonsten glaube ich, T. und mir wird gerade mal wieder bewusst, wie sehr wir uns diesen Umzug, den Ortswechsel, die Veränderung wünschen. Wie sehr das zu unserem Wohlbefinden beitragen würde. Flexibler, selbst bestimmter, weniger eingeengt zu sein. Mehr Raum, mehr Zeit für uns als Familie.
Obwohl ich sagen muss, dass wir beide gerade eine richtig gute Zeit miteinander haben. Wir sind sehr nachdenklich, die letzte „Krise“ hat ihre Spuren hinterlassen. Aber wir versuchen offen zu sein. Respektvoll. Liebevoll. Zärtlich. Gehen aufeinander zu. Sind lustig und ausgelassen. Das tut so gut! Natürlich ist viel zu tun. Klar haben wir viele Baustellen. Logisch kommen wir nicht ohne viel Arbeit ans Meer. Aber das alles ist viel leichter und einfacher, wenn wir uns nah sind. Da kann man auch mal großzügig sein, über bestimmte Dinge hinweg sehen… Hoffentlich hält das noch ein bisschen an, das gibt uns beiden glaube ich gerade die Möglichkeit uns ein wenig auszuruhen, durchzuatmen, die Akkus wieder aufzuladen…

Und so genieße ich das Wetter, die gute Stimmung, den letzten Arbeitstag vor dem Wochenende und freue mich auf das was kommt! B)

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

3 Kommentare zu “Herbst

  1. Ich liebe den Herbst!!!!!!

  2. Oh ja. Frag mich mal. Mein Großkind hat auch nicht die geforderte (mit Tonabnehmer halt) Gitarre. Irgendwann hatte ich mal n Schreiben in der Hand, in welchem stand, dass für mich das Amt für diese Schulmittel zahlen müsste. Aber ehrlich: Ich mag nicht nachfragen gehen. Großkind hat ne Gitarre und auf dem Konzert, was gerade war, hat sie sich ne Gitarre mit Tonabnehmer ausleihen können. Was soll´s!?! Ich bin die letzten 20 Jahre auch ohne eigene Tonabnehmergitarre durch die Lande gerockt *grins*

    Manchmal muss und kann und darf das auch so funktionieren. Und glücklicherweise tut es das auch.

    Ich kann Dir empfehlen, sofern Du Deinen örtlichen Musikladen nicht unbedingt unterstützen möchtest, nach den Gitarrensachen bei thomann.de oder musicstore.de zu gucken. Thomann ist meistens günstiger als Musicstore. Dort gibt es übrigens auch Tonabnehmergitarren für knapp über 100€. Die sind klanglich auch gut.

    Und: ich empfehle ebenso nicht das Fußhöckerchen (nimmt viel zu viel Platz weg), sondern so ein Plastikwasauchimmer, was man an die Gitarre an“klebt“ (mit Saugnäpfen oder so?). Dann steht die Gitarre im richtigen Winkel auf den Bein. Das Ding kostet weniger und ist viel leichter zu transportieren *grins*

    Und Herbst?

    Lies Dir doch nochmal die Herbstgedichte durch, die ich Dir schickte ^^ Vielleicht findest Du diesen Zauber auch inmitten von Matsch und Kälte und *bäh*

    🙂

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