meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Stimmung kippt… (Dienstag, 20. Mai ´14)

2 Kommentare

Ganz merkwürdig. Im Augenblick ist meine Laune schnell mal am Kippen. Und so war ich gestern am Vormittag noch guter Dinge, der Nachmittag hat mir dann aber gleich wieder das Kraut ausgeschüttet. Ja sag mal, was ist denn da los?

Viele Sachen liegen im Moment auf „Halde“. Ich meine, selbst das ist ja nichts Neues. Jetzt kommt gleich wieder das Blabla von wegen Alltag und Stress und Immerwaszutun… Ich geh mir echt schon selber auf den Wecker….

Nein, es geht um wirklich wichtige Sachen. Um Versprechen. Um Zuverlässigkeit… eine schwer ersehnte Zuverlässigkeit…

Nur ein Beispiel. Ich hasse Bürokratie. Ich finde Ämter (speziell das Finanzamt!) doof und alles, was damit zu tun hat, stresst mich.
Das ist schon fast wie eine Phobie. Wenn ich den Briefkasten aufmache und da liegt ein Brief vom Finanzamt drin dann kriege ich Herzrasen und Schweißausbrüche. Ohne zu wissen, ob da vielleicht eine Rückzahlung oder ein freundlicher Gruß an mich als ehrlichen Steuerzahler drin ist. Völlig egal.

Und so ist es mir also ein großes Anliegen, Dinge, die in diesem Bereich anstehen, möglichst zeitnah und komplett zu erledigen. Damit ich´s weg hab. Vom Tisch, aus den Augen, aus dem Sinn. Und keinen Ärger. Ärger mit dem Finanzamt ist teuer. Da kostet einmal die Umsatzsteuer-Erklärung zwei Tage zu spät abgeben schlappe fünfundzwanzig Euro!
So bin ich.

Momentaner Knackpunkt: Einkommensteuererklärung 2011! Vor lauter lassmichauchmit und dem üblichen Kleinklein mit der Steuerberaterin (die mitten in der Großstadt, also auch nicht mal in da-bring-ich-halt-mal-schnell-ein-paar-Belege-hin-Nähe ist) wurden wir geschätzt. Das war blöd, weil wir logischerweise ganz schön was nachzahlen mussten. T.´s Devise: Macht ja nix, wenn wir sie dann einreichen, kriegen wir eine Rückzahlung, die können wir dann gleich auf 2012 anrechnen lassen. Aha.

T. wollte sich kümmern. Irgendwie fehlen glaube ich noch ein paar Unterlagen zum endgültigen Abschluss des Debakels. Aber ich weiß es nicht. Ich würde gerne das, was von mir noch fehlt, beisteuern. Ich hab eigentlich alles beieinander. Aber ich kriege keine Informationen. Vom eigenen Mann. Der schiebt, verdrängt, verschleppt. Ich habe keine Ahnung.

Nun haben wir ein Schreiben gekriegt. Wenn ich es richtig verstehe und deute (was ziemlich schwierig ist, weil ich es nur einmal kurz lesen konnte, bevor es in T.´s unsäglichen Unterlagen-Weiten verschwunden ist…) ist der geschätzte Bescheid nun „rechtskräftig“ und wir können die richtige Steuererklärung nicht mehr abgeben. T.´s Kommentar, er würde gleich am nächsten Tag (das war vor ungefähr zehn Tagen) mal bei der Steuerberaterin anrufen. Und auch noch beim Finanzamt. Soso. Was dann passiert ist weiß ich nicht. Keine Ahnung. Vielleicht hat er angerufen und sich gekümmert. Höchstwahrscheinlich aber nicht. Aber ich habe wieder keine Ahnung. Das betrifft aber auch mich. Das ist auch meine Einkommensteuererklärung und es geht dabei auch um mein Geld.

Nachdem T. nicht redet, mich nicht informiert, mich nicht ins Boot holt, sehe ich mich gezwungen wieder und wieder nachzufragen. Dass ich mir dabei reichlich dämlich vorkomme versteht sich vielleicht von selbst. Wie eine Mutter, die ständig nur fragt: „Hast du ein Unterhemd an? Heute wird´s kalt.“
Ich will das nicht mehr.

Und das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Was ist mit 2012? Und 2013? Verdammt nochmal, ich habe noch keinen Cent Gewerbe- bzw. Einkommensteuer bezahlt. Es kann sein, dass die mir rückwirkend den Krankenkassenbeitrag erhöhen, weil ich vielleicht mit meinem Einkommen über der Grenze liege. Wie soll ich das denn dann bezahlen? Woher soll ich das Geld nehmen? Ich brauche diese verdammten Steuerbescheide!

Und was ist mit dem Haus im Norden? Letzter Stand hier (von vor ungefähr einer Woche): er wird irgendwann in den nächsten zwei Wochen hochfliegen / -fahren und es sich anschauen. Wir müssen es sehen um eine Entscheidung treffen zu können. Aktuelle Information: null.
Eine Woche (von den angeblichen zwei) ist um, nichts gehört, nicht drüber geredet, nichts geklärt…

Ich kann das nicht mehr. Ich will das nicht mehr. Ich liebe ihn so sehr. Er ist mein Leben. Meine Liebe.

Aber ich kann das nicht aushalten. Ich kann mit dieser Art mit Dingen umzugehen nicht mehr umgehen. Die Sachen, die nur ihn betreffen: okay. Da muss er selber durch.
Die Sachen, die aber auch mich und unsere Familie betreffen: no way. Das habe ich schon so lange mitgemacht. Zehn Jahre meckere, jammere, schimpfe, heule, bitte ich…. aber es geht einfach nicht.

Was soll ich nur tun?

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

2 Kommentare zu “Stimmung kippt… (Dienstag, 20. Mai ´14)

  1. Oh man. Das liest sich wirklich schlimm.

    Und ich glaub Dir, dass Du Dich da wie ne schimpfende Mutter fühlst und er Dir gegenübersteht wie ein kleiner Junge mit hängenden Ohren.

    Doch hängende Ohren nützen nix.

    Das Haus im Norden ist dann noch das kleinere Übel.

    Doch der Finanzamtscheiß ist furchtbar.

    Ich hab etwas ähnliches durch mit dem Vater vom Großkind. Er war (ist) Alkoholiker und ich hab die 7einhalb Jahre unseres Zusammenseins gekämpft, geheult, geflucht, gebettelt, gedroht. Geliebt, gehasst, aufgegeben, um neu anzufangen. Hab gebeten und ihm die Pistole auf die Brust gesetzt. Mich mit seinem besten Freund (der auch alkoholabhängig war [ist?]) zusammengetan und seinen ebenfalls alkoholkranken Vater vor Wut angebrüllt.

    Genützt hat es – nichts.

    Ich hab nach 7einhalb Jahren und mit dem ganz klaren Satz, dass ich ihn wie verrückt liebe und brauche (und, wenn meine Mom es mir früher verraten hätte, dass er schon um meine Hand angehalten hat, ihn auch geheiratet), aber nicht mehr gegen diesen Alkohol ankomme.

    Dass es gut war, mich zu trennen, zeigt die Gegenwart. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

    Was ich aber sagen möchte, ist, dass seine Lebensart und sein „wird schon irgendwie“ da an ihre Grenzen kommt, wo sie an DEINE Grenze stößt. Und das tut sie gewaltig.

    Bevor Du, trotz all der tiefen Gefühle, die ich Dir unbesehen glaube, einen Cut machst – der gerechtfertigt wäre, denn es geht um DEIN Geld, DEINE Existenz, die er wissentlich aufs Spiel setzt, empfehle ich ganz dringend das Gespräch mit einem Mediator.

    Nicht unbedingt eine Eheberatung… Wobei ich keine Ahnung von den Kompetenzen eines Eheberaters habe.

    Sag Deinem Männe ganz klar, wie es um Dich steht. Dass Du Angst hast, dass sein Fehlverhalten zu Konsequenzen führen kann, die Du Dir nicht ausmalen möchtest, da Du ihn liebst.

    Und ja, ich meine damit die Trennung von ihm.

    Tut mir selber weh, dies so schwarz auf weiß zu schreiben 😦

    Vielleicht, wenn Dein Mann es zulässt, kann ich euch ein Mediator sein…

    • Weißt Du, meine Liebe, das ist ja kein neues Thema für uns. Eigentlich der einzige Knackpunkt in unserer Beziehung.
      Und er weiß das alles. Es ist alles gesagt. Tausendmal gesagt.
      Er ist sehr emotional, sehr feinfühlig, sehr reflektiert. Das ist besonders. Das liebe ich an ihm.

      „Und trotzdem…“ möchte ich schreien! Trotzdem ändert es sich nicht. Trotzdem muss ich diese Gefühle durchleben, Angst haben, mich sorgen, über Trennung nachdenken….

      Ich kenne seine Gründe nicht, vermutlich kennt er sie nicht einmal selbst.

      Aber Du hast sicher recht, ich bin auch davon überzeugt, dass wir an einem Punkt sind, an dem wir Hilfe – in welcher Form auch immer – brauchen.
      Weißt Du, das wurmt mich so, kann doch nicht sein, dass wegen so einem Scheiß unsere ansonsten so intakte, stabile, wunderbare Beziehung scheitert, oder?

      Ich freue mich jedenfalls ganz besonders, wenn Du an Pfingsten auch ihn kennenlernen kannst. Wenn wir alle miteinander reden, Zeit haben… das hört sich klasse an für mich…

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