meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Gründonnerstag (Donnerstag, 17. April ´14)

Ein Kommentar

Und wie immer in der Osterzeit bin ich ein bisschen nachdenklich. JAHA! Ich weiß! Schon wieder nachdenklich! Wird langsam echt langweilig!!!

Zurück zur Osterzeit. Und meinem Glauben. Ich bin gläubig. Vielleicht auf eine etwas unkonventionelle Art. Ich bin grundsätzlich nicht mit dem System der Kirche einverstanden. Gerade beim Thema Glauben kann ich eine Bevormundung und Begrenzung meiner Gedanken nun wirklich nicht gebrauchen. Dogmen turnen mich ab.

Aber ich glaube an Gott. Als eine höhere, größere, stärkere, allumspannende Macht. Für mich persönlich ist Gott überall. In jeder Blume, in jedem Baum, jedem Tier und jedem Menschen.
Ich glaube an Schicksal und Bestimmung. Was nicht bedeutet, dass man sich einfach hinein ergeben muss, nein, ganz im Gegenteil. Das heißt für mich, die Verantwortung für sich und seine Mitmenschen zu übernehmen. Seinen Weg zu finden und auch zu gehen. Und ob diese Wege, die wir dann gewählt haben, letztlich dann doch bestimmt wurden und die scheinbar freie Wahl doch keine ist – das ist dann ein anderes Thema.

Seit meiner Kindheit liebe ich die Geschichten von Jesus. Ich bin in einer wenig religiösen (und wenig nachdenkenden) Familie aufgewachsen, habe aber schnell Anschluss in der Kindergruppe einer evangelischen Kirche gefunden. Das hat mich bis weit in meine Jugend hinein begleitet. Es hätte schlimmer kommen können… es war ein beschützter Rahmen um vom Kind zum Erwachsenen heranzureifen. Natürlich war es in aller erster Linie immer schön, dort seine Freunde zu treffen, alles das zusammen zu tun, was Kinder und Jugendliche halt zusammen tun. Spielen, gemeinsam wegfahren, quatschen, sich verlieben…
Im Jugendalter habe ich mich dann stärker engagiert, habe meinen Jugendleiterschein gemacht, wurde später in den Kirchenvorstand gewählt.
Und auch wenn da der Glauben meistens nur eine Nebenrolle gespielt hat, habe ich warme und intensive Erinnerungen an „Begegnungen“ mit Gott und die Erzählungen über seinen Sohn.

Und so kommt es, dass mir die Osterzeit sehr viel bedeutet.

Ganz toll! Gerade will ich meinen fertigen Eintrag speichern, was passiert? Das Internet lässt mich wieder mal hängen! Nein, heute ist es nicht der Server, laut Telekom gibt es eine Störung im gesamten Gebiet, die Techniker sind schon unterwegs, Behebung spätestens am Nachmittag. Ich lege auf, probiere es nochmal – geht wieder! Die Telekom vollbringt Wunder!! Oder der freundliche Herr am Telefon wollte mich zügig loswerden… Jedenfalls ist mein halber Eintrag futsch! Ich freu mich!

Also Ostern. Da war ich stehengeblieben…

Ich finde die Geschichte von Jesus, der es auf sich genommen hat, zur Vergebung unserer Sünden, einen qualvollen, am Ende zu seinem Tod führenden, Weg zu gehen, sehr rührend. Vor allem die Auferstehung ist irgendwie so tröstlich…ein optimistisches, positives Signal an uns alle. Mit ein Grund dafür, dass wir F. in der Osternacht haben taufen lassen, B. wird im kommenden Jahr das selbe „Schicksal“ ereilen…

Und so ist die Osterzeit für mich der richtige Moment um wieder einmal innezuhalten.
Mir bewusst zu machen, dass ich selbst verantwortlich bin für mein Handeln, für meine Gedanken, meine Gefühle, für das was ich sage… Dass ich nicht nur immer die Schuld bei anderen suchen darf/kann/soll.

Mir in den Kopf holen, dass der saudumme Nachbararsch (ok! Mit der Vergebung klappt´s noch nicht so richtig!! ;)) vermutlich auch nur ein armes Schwein ist, der nicht in der Lage ist, seine Gefühle und Gedanken adäquat auszudrücken, dass T. die kleinen, feinen, giftigen Nadeln an meine wundesten Punkte ansetzt (und bei Zeiten auch beherzt zusticht!), weil ich vielleicht nicht immer der angenehmste Gesprächs- und Lebenspartner bin und er sich nicht anders zu helfen weiß… dass meine Eltern mich sicher (wenn auch auf eine mir unverständliche Art und Weise) lieben und ich sie garantiert nicht mehr verändern kann (und darf)…dass meine Kinder ganz bestimmt nicht um mich zu ärgern, Gläser runterwerfen, ihr Spielzeug großflächig in der Wohnung verteilen, ihre Wäsche in die Ecke knüllen usw., sondern dass es in diesen Momenten einzig und alleine um eine Prioritätensetzung und ihr Leben im Hier und Jetzt geht…(übrigens beneidenswert, oder?)

Ich muss nicht alles verstehen. Ich muss nicht alles akzeptieren. Und schon gar nicht gutheißen. Aber ich muss die Menschen um mich herum sehen. Und hören. Nur dann ist ein zufriedenes, ruhiges Miteinander möglich.

Also, ruhig einatmen, ruhig ausatmen, dann nachdenken und dann erst handeln.

Frohe Ostern!

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

Ein Kommentar zu “Gründonnerstag (Donnerstag, 17. April ´14)

  1. Dir auch frohe Ostern 🙂

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