meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Die Erkenntnis der Woche (Freitag, 21. März ´14)

Ein Kommentar

Ich muss gleich los zum Kindergarten um B. abzuholen, kann es mir aber nicht verkneifen, schnell noch aufzuschreiben, worauf ich gestern Abend gestoßen bin.

Es war ganz komisch, ich bin im Bett gelegen, T. hat kurz nach B. geschaut, der einen Schnuller-Verlust zu beklagen hat und in die entstandene Stille hinein, habe ich plötzlich das Klopfen der Heizung wahrgenommen.
Wir haben ja eine Fußbodenheizung, mit der wir, wie mehrfach berichtet, diesen Winter extreme Probleme hatten. Im Flur ist so ein ungefähr 1,50m x 50cm großer Steuerkasten in der Wand, wo die einzelnen Ventile drin sind. Und seit vielen Jahren klopft es da drin. Mal stärker, mal schwächer. Das nervt! Manchmal ist es so laut, dass ich nicht einschlafen kann, mal wacht F. davon mitten in der Nacht auf… Grausam. Es klingt in etwa so, als würde jemand mit einem alten, hölzernen Schaukelstuhl im ersten Stock ununterbrochen auf dem Fliesenboden hin- und herschaukeln…

So viel zur Vorgeschichte. Jedenfalls höre ich das Klopfen also gestern ganz bewusst und mir wird plötzlich klar, dass es mich nicht mehr stört. Nein, es beruhigt mich sogar eher. Und warum? Jetzt kommt´s: der Monteur, der den ganzen Winter über die Heizung versucht hat in Ordnung zu bringen, hat zu uns gesagt, das Klopfen wäre unser kleinstes Problem (das man übrigens überhaupt nicht beseitigen kann, ohne großflächig die Wände aufzureißen und die alten Rohre besser zu isolieren) und wir sollten uns glücklich schätzen, wenn es klopft denn das würde bedeuten, dass die Heizung augenblicklich funktioniert.
Und seit diesem Moment stört es mich nicht mehr, im Gegenteil, es beruhigt mich sogar eher.

Was ich damit sagen will? Einzig und allein meine Einstellung hat über mein Wohl oder Weh entschieden. Meine Entscheidung, es nicht mehr schlimm zu finden, hat mir geholfen, es gar nicht mehr richtig wahrzunehmen. Ist das nicht unglaublich?
Das würde ja bedeuten, dass ich letztlich in vielen (vielleicht sogar allen) Bereichen meine Einstellung, meine Laune, mein Wohlbefinden selbst beeinflussen, ja sogar verändern könnte!
Wenn ich also vom täglichen Trubel mit den Kindern total groggy, überfordert und gestresst bin – vielleicht nur eine Einstellungssache? Also so nach dem Motto: ich bin nicht gestresst, ich bin froh und glücklich, dass ich Kinder habe und bin in der Lage, ihre guten Seiten in den Vordergrund zu rücken…oder so ähnlich….

Der Umkehrschluss, warum ich also so viele Sachen so dramatisch sehe und empfinde, wie ich das momentan tue, ist dann allerdings nicht mehr so witzig. Will ich das so? Geben mir Motzen, Zaudern, Jammern womöglich eine gewisse Sicherheit? Und was würde von mir über bleiben, wenn das alles nicht mehr da wäre? Ich nur noch positiv, zufrieden, entspannt wäre??

Und was ist dann in der Folge mit körperlichen Sachen? Mit Schmerzen, mit Krankheiten? Alles eine Frage der Einstellung?

Wahrscheinlich klingt das total lächerlich, aber ich fühle mich, als hätte ich die Welt neu erfunden…

Und irgendwie macht mir diese Erkenntnis gerade sehr zufrieden.
Ich freu mich auf´s Wochenende! Die Sonne scheint und es jetzt schon 21 Grad draußen, die Vögel zwitschern und ich kriege jetzt gleich ein saftiges, kuscheliges Mittagsschläfchen!
Schön!

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

Ein Kommentar zu “Die Erkenntnis der Woche (Freitag, 21. März ´14)

  1. Ich könnt glatt laut loslachen.

    Du hast es tatsächlich selbst erfahren. Das ist prima. Und viel heilsamer, als es von anderen nur zu hören oder es in Büchern/ Zeitschriften zu lesen.

    Mir geht das so mit den Wutphasen, die mich überrollen, wenn meine Kids nicht so wollen, wie sie sollen und das eigentlich nur daran liegt, dass ich entweder zu gestresst bin vom Tag oder aber andere „wichtige“ Dinge mache (Computerspiele spielen zum Beispiel *grrrr*).

    Dieser Satz, den ich las, dass ich innerhalb von wenigen Sekunden die Wahl habe zwischen nem Wutausbruch, der zu nix führt, oder ner lachenden HighFive, der die Stimmung blumig-grummelig macht, hat mich nicht mehr losgelassen. Es praktisch umzusetzen, ist noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen. Beeindruckt hat mich dieser Satz jedoch so sehr, dass ich jedes Mal vor nem Ausbruch an genau diesen Satz denke.

    Das ist auch toll 🙂

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