meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Schon wieder halb zwölf (Dienstag, 18. Februar ´14)

7 Kommentare

Und ich komme so gar nicht in die Puschen. Ein merkwürdiger, blöder Tag. Bis jetzt.
Gerade ist es sehr ruhig im Büro und das ist auch irgendwie doof. Ich will wirklich nicht jammern, aber Langeweile macht auch keinen Spaß!
Der heutige Morgen war wieder mal extrem nervig. Ich hatte schon da richtige Startschwierigkeiten, eine saublöde Diskussion mit F. über Sinn und Unsinn von Ordnung (was für ein blöder Zeitpunkt!) und dann war´s plötzlich viertel nach sieben und er hatte noch nicht mal gefrühstückt und eigentlich muss er um halb acht los und dann war es schon dreiviertel und dann hat T. ihn gefahren. Der Gute! Heute die Ruhe und Gelassenheit in Person. Mein Gegenpol. Hat wohl gespürt, dass ich kurz davor war, irgendwen zu verhauen, einfach nur um Dampf abzulassen. Ich war so wütend. Vermutlich am meisten auf mich, weil ich heute so langsam und unentschlossen und diskussionsfreudig war. Ich bin froh, dass er da war und mit ruhiger Hand alles geregelt hat. Sogar den schreienden Ich-will-mich-nicht-anziehen-B. hat er engelsgeduldig gebändigt.

Heute fährt A. die ganze Kinderhorde zur Musikschule, ist mir eigentlich ganz recht, dann kann ich mit B. in Ruhe einkaufen gehen und wir machen uns zu zweit mal einen netten Nachmittag.
Einzig und allein der Bügelberg liegt mir haushaltstechnisch ein wenig im Magen, vielleicht habe ich am späten Nachmittag dafür noch ein bisschen Zeit.

Wenn T. dann nach Hause kommt, werde ich die drei nötigen, mit mir noch eine Runde an der frischen Luft zu drehen, F. wird heute den ganzen Tag keine Gelegenheit haben, sich auszutoben und uns beiden Schreibtischtätern wird das sicher auch nicht schaden.

Der Norden wird immer konkreter und rückt näher. In nicht einmal zwei Wochen werden wir da sein. Die Gegend erkunden, Seeluft schnuppern, uns Häuser anschauen, diskutieren, rausfinden, was wir genau wollen, von der Zukunft träumen, uns Schulen und Kindergärten ansehen, am Strand spazieren, Krabben essen… (das sind so ungefähr die Dinge, die wir fünf Reiseteilnehmer uns vorstellen – natürlich mit jeweils einer anderen Priorisierung!)
Ich freue mich! Sehr sogar! Nicht nur, dass es wirklich ein Abenteuer zu werden verspricht, nein, es ist der erste richtig aktive Schritt für uns Richtung Norden. Und das fühlt sich gut und richtig an.
Mir kann es ja eigentlich gar nicht mehr schnell genug gehen. Ich möchte lieber heute als morgen umziehen, am liebsten würde ich schon anfangen, Kartons einzupacken, auszumisten, vorzubereiten. Aber halt! Das soll eine Lebensentscheidung sein. Die will wohlüberlegt und bedacht sein. Und geplant. Und organisiert. Und durchgerechnet.
Aaaah, ich will trotzdem gleich los!!!! Ich habe schon angefangen meine Klamotten auszumisten! Ich bin bekloppt, oder?

So, jetzt gebe ich hier noch ein bisschen Gas, kann ja wirklich mal nicht schaden, alles erledigt zu haben, mit allem auf Stand zu sein, dann kann mich das nächste Bürochaos nicht so überrollen. Guter Vorsatz!
Und dann gehe ich mal kurz raus und atme ein bisschen Frühling. Noch ein guter Vorsatz!
Herrlich, es könnte doch noch ein guter Tag werden!

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

7 Kommentare zu “Schon wieder halb zwölf (Dienstag, 18. Februar ´14)

  1. Ich bin auch ganz hibbelig in Bezug auf das Ausmisten der ganzen Dinge, die man immer so mit sich mitgeschleppt hat. Und ich freu mich sehr darauf, wirklich Balast loszulassen und nur noch das mitzunehmen, was ich WIRKLICH brauche. Ich glaub, ich bestell dann mal n Container *hahaha*

    Viel Erfolg für Deinen Vorsatz für heute. Das wird klappen.

  2. Es ist so schön Frühling. Da habe ich gestern schon am dich gedacht. Dass du das Wetter bestimmt liebst. Nur das mit dem BügelBerg verstehe ich nicht: was bügelst du denn? Ich Bügel fast gar nichts 😮

    • *hahaha* Ich hab in der Zeit, als die Zwillis frisch auf der Welt waren, ALLES gebügelt. Ich empfand das ne Zeitlang als sehr entspannend, mit Bügelbrett vor dem Fernseher zu stehen und Enie von den Maiglöckchen dabei zuzusehen, wie sie die Wohnungen und Häuser anderer verschönert.

      Ich bügelte so lange exzessiv, bis mir auffiel, dass ich sogar die Bodies der Mädels auf dem Bügelbrett hatte.

      Da fiel mir auf, wie bescheuert das ist und ich hörte von heute auf morgen mit dem Kram auf *grins*

      Manchmal erinnere ich mich allerdings daran, dass es wirklich entspannend war, dies zu tun und ich sehne mich ein wenig nach dem Bügelbrett zurück. Da ich heute allerdings keins mehr habe und fürs Bügeln auf dem Fußboden hocken würde, ist meine Sehnsucht auch ganz schnell wieder weg :-)))

      • Ja jaaaa. Dann ist Entspannung im Spiel. Aber scheinbar ist es wohl Pflicht und nicht wegen Entspannung bei blass lila 🙂 und deswegen sollten wir sie beide überzeugen, dass es Blödsinn ist :-p zumindest einen ganzen Berg zu haben 😮

      • Ja, ja, tut Euch nur zusammen!!
        Erklärt mir doch mal bitte Folgendes: also, Ihr holt Eure Wäsche, so wie ich, entweder aus der Waschmaschine und hängt sie auf oder packt sie in den Trockner.
        Der Trockner hat den Vorteil, dass wenigstens zwei Drittel der Wäsche danach einfach so zum Zusammenlegen sind. Bei der normalen Trocknung sind es deutlich weniger.
        Und dann? Was macht Ihr mit T-Shirts? Hosen? Hemden?
        Alles andere bügle ich logischerweise auch nicht, ich muss mir ja nicht extra viel Arbeit machen…
        Aber Hemden? T. braucht jeden Tag für die Arbeit eins…

        Hmmm, vielleicht kann ich ja hausfrauentechnisch noch von Euch lernen… 😉

        Und übrigens: der Berg entsteht dann, wenn ich ein/zwei Wochen nicht gebügelt aber trotzdem pro Woche ungefähr drei bis vier Maschinen gewaschen habe!!!!

      • So ein Berg aus einigen Tagen Waschmaschine ist schon ätzend, das kann ich glauben.

        Manchmal, sehr selten allerdings, ärger ich mich, wenn es T-Shirt zu viele Falten hat.

        Wenn mir ein Shirt viel bedeutet, es also glatt sein soll, hänge ich es auf einen Bügel auf die Wäscheleine. Dann hängt es sich glatt. Die Falten, die dann doch noch drin sind, sehe ich nicht.

        Sollten sie doch da sein, zieh ich entweder ne hübsche Strickjacke drüber oder ich denke „wenn meinem Gegenüber die Falten nicht gefallen, soll er/ sie halt selbst bügeln“.

        Niemand reisst mir n Kopf ab, wenn ich mal n ungebügeltes Shirt anhabe. Und sollte daraus mal kein Auftrag oder so werden, dann wäre die ganze Zusammenkunft wohl eh nicht unter einem rosigen Stern – wem Bügelfalten wichtiger sind, als das, was in meinem Kopf und Herz ist, der nimmt mich wohl nicht ernst. Und sich selbst auch nicht.

        Boah… Ich denke, während ich diese Worte schreibe „hoffentlich ist die liebe blasslila jetzt nicht vom Stuhl gefallen“. Ich würd gern „bei DIR wär das was anderes sagen“ – ich rette mich gerade damit, dass Du meine ungebügelten Klamotten nicht kennst, wohl aber meinen Kopf und mein Herz und ich denke, dass ich Dich mit oder ohne Falten mag und dass es Dir mit mir genauso geht… Trotzdem bubbert das Herz *urgs*

        So ist das mit den knallharten Wahrheiten – ist man ehrlich sich selbst gegenüber oder sagt man dem anderen eine Wahrheit um des lieben Frieden willens? Auaha…

        Dass man bei Hemden nicht so ein Glück hat, weiß ich. Hab mal im Catering gearbeitet und da mussten Bluse und Schürze tipptopp gepflegt sein.

        Ich hab keinen Mann und so denke ich „warum bügelt er sie nicht selbst?“. Ich darf mir den Luxus, dies zu denken, erlauben. Gleichzeitig denke ich, dass jemand, der die Hemden seines Mannes bügelt, sicher an anderer Stelle entlastet wird… So nach dem Motto „Frau, bügel mir bitte morgendlich mein Hemd, ich mach in der Zeit morgendlich das Frühstück für uns alle“.

        Wenn das NICHT so ist, solltest Du das Hemdenbügeln wirklich lieben oder aber etwas in der Arbeitsteilung ändern. Frust kommt doch eigentlich nur auf, wenn man seine Arbeit nicht wertgeschätzt sieht (von anderen oder von sich selbst).

        Oder?

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