meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Zweite Raunacht (25. Dezember)

2 Kommentare

Ich habe – in all dem Trubel – gestern ganz wunderbare Gedanken dazu gelesen.

In der Nacht vom 24. auf den 25 Dezember beginnen die sogenannten Raunächte. Es beginnt mit einem Innehalten, einem Stillwerden. Nach der Hektik der Tage vor den Feiertagen kann nun der Stress abfallen und wir finden Zeit unseren Blick von außen nach innen zu wenden. Die Adventszeit geht zu Ende, wir sind angekommen und kehren nun bei uns selbst ein.

Fragen die zur ersten Raunacht passen, sind:
– was finde ich in mir, wenn ich ganz still werde?
– was bedeutet es mir, still zu werden, still zu stehen, innezuhalten?
– wie fühlt es sich an, in mir selbst anzukommen?
– wie gut höre ich auf mein Bedürfnis nach Stille?
– was brauche ich, um noch besser für mich sein zu können?

In der zweiten Nacht, der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember geht es bei vielen um die Familie. Man kommt zusammen, trifft sich im Kreis seiner Lieben – was nicht immer harmonisch vonstatten geht. Nicht selten brechen gerade in den Tagen, in denen wir still werden und unseren wirklichen Bedürfnissen mehr Raum in unserer Seele geben, Unstimmigkeiten, die das Jahr über gedeckelt wurden, hervor.
Vielleicht wird uns bewusst, dass Fundamente, auf denen wir unser Leben gebaut haben, nicht immer so stabil sind, wie wir gedacht haben.
Der Tag ist gut geeignet, die Grundlagen des Lebens zu prüfen:
– was gibt mir Sicherheit?
– worauf verlasse ich mich?
– wo finde ich Halt in meinem Leben?
– wie sicher ist der Grund, auf den ich mein Leben gebaut habe?
– was brauche ich, um mich in meinem Leben sicherer zu fühlen?

Der 26. Dezember ist dem heiligen Stephan gewidmet. Schon seit der Einführung des Weihnachtsfestes wurde dieser Tag als Fest nach der Heiligen Nacht begangen, vielleicht um auszudrücken, dass Freude und Trauer, Geburt und Bedrohung des Lebens zusammen gehören.

Die ganze Zeit geistern mir schon verschiedene Gedanken durch den Kopf. Sie so richtig auf Papier bzw. auf den Computer zu bringen will mir im Moment noch nicht gelingen, ich will aber unbedingt dran bleiben, mir dafür Zeit nehmen.

Die letzten beiden Tage waren randvoll mit Familie. Mit meinen Männern und meiner Mutter. Mehr war nicht nötig. Es war eine sehr intensive, schöne, auch ein bisschen anstrengende Zeit, aber genossen habe ich es in vollen Zügen.

Morgen geht es für eine Nacht nach Würzburg zu T.s Familie und dann beginnt unser Urlaub „so richtig“.

Ich bin froh und dankbar, dass wir ein so schönes Weihnachtsfest miteinander verbringen durften und freue mich auf die nächsten Tage. Und viele Gedanken. Und viel Spaß. Und viel Zeit. Und viel Ruhe. Und viele Gespräche. Und viel Zärtlichkeit.

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

2 Kommentare zu “Zweite Raunacht (25. Dezember)

  1. Das liest sich alles ganz prima und viel ruhiger und entspannter, als es die Tage vor Weihnachten war. Nimm etwas von der Ruhe mit in die Tage des neuen Jahres.

  2. Schöne Fragen, bei uns ist der Besuchstrubel leider noch nicht vorbei – aber ich habe sie mir kopiert und hoffe, ich kann später in Ruhe mal darüber nachdenken.
    Genieß deinen „richtigen“ Urlaub.
    LG

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