meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Die großen Wogen sind wieder geglättet (Mittwoch, 24. Juli)

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Zum Glück. Nichts ist nerviger als über Tage knatschige Stimmung!
Das Ferienhausproblem konnte ich gestern glücklicherweise noch abwenden, ich habe noch eins gefunden, ist zwar noch ein gutes Stück nördlicher (was für die Kinder eine weitere Stunde Autofahrt bedeutet…) dafür aber näher an Hamburg, das heißt, wir können da locker mal ein oder zwei Tagestrips machen.

F. hat uns gestern noch ein bisschen Sorgen gemacht, wie ich ihn vom Kindergarten abgeholt habe, hat er richtig geglüht. Die Erzieherin sagt nur lapidar: „Der isch heut a bissle nebe der Spur!“ (sie ist Schwäbin!) Was heißt hier neben der Spur, der hat Fieber!!! Und dann muss ich auch noch erfahren, dass der Schulbesuch direkt in Stress ausgeatet ist. Was würde man wohl denken, wenn man hört, dass die zukünftigen Erstklassler die Schule besuchen dürfen? Dass die da hinkommen, begrüsst werden, sich gemeinsam die Schule und vor allem ihre Klassenzimmer anschauen, das sie die Lehrer kennenlernen, ein bisschen „Schul-Luft“ schnuppern, vielleicht in der momentanen ersten Klasse beim Unterricht zusehen dürfen… mehr nicht, oder?

Was mussten die unseren? Turnen! Bei mehr als 30 Grad! In ihren Klamotten! Die hatten tatsächlich in der Turnhalle einen riesen Parcour aufgebaut, mit Kästen, Trampolin, Seil usw. wo sie klettern, kriechen, mit den Rollbrettern fahren, springen mussten. Und dann gab´s nicht mal was zu Trinken! Merkwürdig. Sehr merkwürdig.
Und dann mussten sie in ihrem Klassenzimmer noch zwei Arbeitsblätter machen und durften wieder zurück zum Kindergarten.
Ich bin nicht sicher! Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mein angeschlagenes Kind glaube ich nicht mit gelassen…

Also haben wir gestern Nachmittag ein bisschen langsamer gemacht. F. hat sich in sein Bett gelegt, gelesen, CD gehört, dann kam der Waschmaschinenreparierer, dem hat er dann ganz begeistert eine Stunde lang über die Schulter geschaut („Beim nächsten Mal weiß ich, wie das geht. Da mach ich das dann und du gibst mir das Geld, Mama.“), viel getrunken und sich einfach ausgeruht. Gestern Abend war das Fieber dann schon weg und ist zum Glück auch nicht wieder gekommen.

Und so ist die Waschmaschine also auch wieder in Ordnung. Der hat das Geräusch gehört, die Frontabdeckung abgeschraubt und eine einzelne Kindersocke rausgefischt. Das war´s! Hurra! Keine Ersatzteile, kein kaputter Motor! Nur eine windige Socke, die sich durch den Gummi durchgemogelt hat („Sie sollten mal besser die Maschine nicht so voll laden, dann passiert so was nicht!“ – der hat noch nie für vier Leute gewaschen, da muss man nehmen, was man kriegen kann, bzw. eben so voll wie möglich laden, sonst mache ich nichts anderes mehr als die Waschmaschine befüllen und wieder entleeren. Nein, danke!). Jetzt schnurrt sie wieder wie ein Kätzchen und ich glaube sogar, sie wäscht tatsächlich etwas besser als vorher…
Ein Problem weniger. Und so konnten wir gleich noch den Schlafsack waschen, den F. am Freitag zum „Übernachtungsfest“ mit in den Kindergarten nehmen will (Was da alles los ist, ich kann mich nicht erinnern, jemals im Kindergarten übernachtet zu haben!) – das ist sehr wichtig, dass er diesen Schlafsack dabei hat, er will nämlich allen erzählen, dass der schon mit mir in Australien war! Sehr süß!

T. war sehr bemüht gestern. Er hat unheimlich viel in der Wohnung getan, war aufmerksam und lieb. Und Hochzeitstagsblumen habe ich auch bekommen. Nicht nur einfach einen Strauß, nein, drei Rosen für jedes verheiratete Jahr eine, Lilien, weil das „unsere“ Blumen sind (sie kommen in jeweils einem Tattoo vor, dass wir beide haben) und eine Sonnenblume, weil ich die so gerne mag. Das ist sehr schön. Ich mag ja, wenn Dinge tiefsinnig sind, wenn sich jemand was dabei gedacht hat.

Baby B. hat dann wieder beim Einschlafen gezickt, dabei war er so unglaublich müde, ist den ganzen Nachmittag nur so rumgehangen. Der Arme. Aber es war so unglaublich heiß und drückend und gegen acht Uhr natürlich auch noch taghell – kein Wunder, dass man da nicht gescheit einschlafen kann. Baby B. ist allerdings auch kein echter „Kuschler“, den man dann mit einem Lied und Streicheln und gut Zureden beim Einschlafen helfen könnte. Damit macht man ihn eher zornig und er ist umso mehr damit beschäftigt, sich aus dem Arm rauszuwinden. Da muss man ihn wirklich runterholen, da hilft manchmal nur, in „zwangsweise“ fest zu halten, also richtig in den Arm zu nehmen, ihn zu schaukeln, leise auf ihn einzureden, auch, wenn er erst mal zwei/drei Minuten wütend schreit. Irgendwann lässt er dann plötzlich locker, entspannt sich – und kann dann auch in aller Ruhe einschlafen. Wie anstrengend. Er tut mir da wirklich leid und gleichzeitig kann ich es garnicht richtig nachvollziehen…

Und so hatten T. und ich jedenfalls ab 21 Uhr Feierabend, ich hab noch den Garten gegossen und alles für das drohende Unwetter weggeräumt (super, es hat keinen einzigen Tropfen geregnet heute Nacht!), sind aber nach dem Duschen einfach nur noch ins Bett gefallen. Auch wenn man in der Hitze garnicht viel tut macht es einen trotzdem irgendwie fertig…

Heute ist es ein ganz klein wenig kühler, es ist bewölkt und die Luft ist sehr angenehm.
Gerade beim „In-die-Arbeit-fahren“ hatte ich die Fenster offen, habe von Passenger die Akkustik-Version von „Let her go“ (sehr, sehr, sehr schön!!) angehört, bin so durch die Felder gefahren und war einfach – zufrieden. Das trifft es am besten. Ich möchte wahnsinnig gerne solche kleinen, glücklichen Momente besser wertschätzen. Sie mir merken, sie abspeichern und bei Bedarf, also wenn ich besonders genervt, traurig oder angestrengt bin, wieder „hervorkramen“, mich erinnern und ein bisschen von dem Glück des Momentes zurückholen. Eigentlich müsste das funktionieren. Dazu muss man sich natürlich der Schönheit des Momentes erst einmal richtig bewusst werden, wahrscheinlich ist das schon das Problem… vielleicht würde aufschreiben helfen? Ein kleines Heft, voll mit glücklichen Momenten?

Farbe des Tages: heute passt Apfelgrün, von so einem ganz sauren, ganz knackigen Granny Smith (da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen)
Stimmung: zufrieden (sehr schönes Wort)
später: vielleicht regnet es ja? Bügeln?
F.: ist heute bei der Feuerwehr – ein Termin jagt den nächsten. Zum Glück ist er fit, er konnte jedenfalls heute morgen schon wieder richtig stänkern, ein gutes Zeichen der Genesung
Baby B.: bitte, bitte bleib gesund! Jetzt ist in der Krippe nicht nur die Hand-Mund-Fuß-Krankheit sondern auch noch Mundfäule („hoch infektiös“ steht auf dem Info-Schild), igittigittigitt, bloß das nicht! Nur noch acht Tage Kindergarten! Das schaffen wir noch!!
T.: „Mein Herz, meine Liebe, mein Leben“ – so meldet er sich am Telefon, wenn ich ihn anrufe, ich könnte es nicht besser formulieren. Ich liebe dich, auch, wenn nicht immer alles apfelgrün oder beerenrosa ist!
morgen: nach der Arbeit schon wieder Wochenende!!!!

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

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