meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Ich kann echt nicht mehr (Montag, 10. Juni)

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Ich bin wirklich am „Lern-Limit“. Mein Hirn ist voll und der Stapel ungelernter, noch nicht ins Gedächtnis verfrachteter Inhalte, konstant groß.
Ich fange an auszusieben. Das fühlt sich nicht gut an. Nach dem Motto: „Wenn ich die Lerntheorie nach Bandura intus habe, vernachlässige ich operantes und klassisches Konditionieren!“ Das kann richtig böse ins Auge gehen.
Ich habe versucht, mich auf Heilpädagogik und Pädagogik zu stützen und dünne Psychologie wie gesagt, gerade aus.
Mit der nötigen Portion Glück kann es morgen ganz gut klappen – ohne Glück bekommt das Ganze „Desaster-Charakter“!

Was ich noch nicht in meine Überlegungen einbezogen habe ist Theologie. Ihres Zeichens die Prüfung, die ich am Donnerstag zu schreiben habe, ebenfalls ein Hauptfach und von mir bislang sträflich links liegen gelassen, immer in der Hoffnung, dass ich da wohl schon irgendwie „labern“ kann. Du liebe Güte, ich und katholische Theologie… Das auch noch.

Gerade eben habe ich wegen der nächste Woche anstehenden Musikprüfung eine Mail an meine Schulleiterin geschrieben. Nach dem niederschmetternden Ergebnis des Arztbesuches von letztem Freitag sehe ich dafür (zumindest für den praktischen Teil) schwarz. Flötespielen tut richtig fies im Ohr weh und meine Singstimme ist leider, durch das ganze Kortison-Zeug auch nicht besonders stabil. Bin jetzt mal gespannt, was sie mir für eine Lösung vorschlagen werden, die Musiktheorie muss ja trotzdem noch bis zum nächsten Donnerstag in mein Hirn…

Ich bin so froh, wenn das alles bald vorbei ist, das kann ich keinem sagen. Wenn ich wieder ein normales Leben führen werde, wenn meine Wohnung wieder auf einem normalen Sauberkeits-Level, mein Garten wieder einigermaßen zivilisiert und ent-unkrautet sein wird, wir vielleicht F.s neues Zimmer und all die anderen geplanten Aufgaben endlich mal angehen können… das ich mich da mal drauf freuen würde (Klamotten und Garage ausmisten, Wohnung von unten bis oben putzen) damit hätte ich auch nicht gerechnet.

Am Wochenende habe ich wirklich ganz gut was geschafft – klar, ich habe das Gesamt-Pensum deutlich unterschätzt, aber immerhin, für die Zeitverhältnisse…
Gestern Abend waren T. und die Jungs dann wieder zurück und haben mich wie ein wildgewordener D-Zug einfach überfahren. Das ist dann plötzlich so was von laut, so was von viel Verhau, so was von viel Emotion… ich bin echt überfordert mit so was. Aber einen „sanften“ Übergang gibt es wohl nicht…

Trotzdem ist die Stille, die Ruhe, das Alleinsein manchmal wirklich richtig wichtig für mich. Das ist wie Seelenpflege (in der Erzieherfachsprache heißt das Psychohygiene – was für ein doofes Wort!), runterkommen, Luft holen, sortieren.
Allerdings war es diesmal überraschend schwierig. Ich habe beide Nächte richtig scheiße geschlafen, nachdem mir dann am Samstag Abend auch noch der Rollo-Gurt am großen Schlafzimmerfenster gerissen ist, das blöde Ding mit einem riesen Wumms nach unten gesaust ist und mir die ganze Nacht das dunkle Gefühl gegeben hat, ich wäre in einer luft- und helligkeitslosen Gruft gefangen. Bäh!

Mit T. hatte ich dann noch ein merkwürdiges Gespräch zum Thema Sex, aber da mag ich grad nicht darüber schreiben. Das ist ein sehr komisches, extrem belastetes und strapaziertes Thema. Mein einziger Wunsch wäre: eine ordentliche, gute, für uns beide zufriedenstellende Lösung – mit Erklärungen. Jetzt wird es kryptisch, ich weiß. Vielleicht ein anderes Mal.
Jedenfalls war die Nacht dann mal richtig saublöd, ich konnte ewig nicht einschlafen, T. hat so unglaublich laut geschnarcht, mein Kopf und mein Herz waren bis oben hin voll, und dann noch der Gruftzustand des Schlafzimmers (der Handwerker kann erst morgen Abend!!!): ich bin dann um 1:34Uhr schlaflos aufs Sofa ins Wohnzimmer ausgewandert, hab erst mal das Fenster aufgerissen und versucht, es mir bequem zu machen. Allerdings ist Baby B. von meinem Umzug (und ich war sooo leise!!!) wohl aufgewacht, ich hab dann mit diversen Schnullern, Streicheleinheiten und lieben Worten noch ein halbes Stündlein am Kinderbett verbracht. Und dann ging garnix mehr. Hellwach, Kopf und Herz nicht leise zu kriegen, genauso wenig wie den schnarchenden Mann, der bis ins Wohnzimmer zu hören war. Verdammt. Um 5:15 Uhr habe ich das letzte Mal auf die Uhr geschaut, um 6:30 Uhr stand T. dann bereits neben mir. Ich hab heute lernfrei, d. h. seit 8:00 Uhr habe ich ununterbrochen (gut, ich hab mir einen Kaffee gemacht) bis jetzt, extrem müde und erschlagen, Inhalte in mein Hirn gepresst. Jetzt muss eine Pause her. Hol gleich die Kinder ab, geh mit ihnen einkaufen und vielleicht noch ein bisschen zum Spielplatz, so frischlufttechnisch. Wetter ist blöd, Baustelle vor der Tür noch viel mehr.
Heute Abend sollte ich früh ins Bett gehen, aber wer zum Kuckuck lernt dann noch den verdammten Rest für mich???

Farbe des Tages: blödes, nerviges Himmelgrau
Stimmung: ganz toll, grantig, genervt, ausgelaugt, frustriert, wütend, sauer, erschöpft…
Frage: wie soll das bloß gehen?
zweite Frage: Und warum genau mache ich das alles?
morgen 13:00 Uhr: bin ich dem Ziel hoffentlich ein gutes Stück näher
Donnerstag 13:00 Uhr: noch näher am normalen Leben
heute: Stimmungs-Kontrolle, kann ja eigentlich keiner was dafür – außer T. vielleicht….gutes Argument!

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

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