meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Was für eine Nacht (Mittwoch, 22. Mai)

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Oder vielleicht sollte ich sagen: auf einen merkwürdigen Tag folgt logischerweise auch eine komische Nacht. Genau so war es.

Mein Ohr ist gestern im Laufe des Tages immer schlimmer geworden. Dumpf, als hätte ich einen Wattebausch drinstecken, ein mieses Pfeifen (so wie früher nach der Disco – puh, das ist lange her. Das ich mich überhaupt noch erinnern kann??), ein Druck im Kopf und verschlechtertes Hören. Gut, das habe ich manchmal (nein, nicht nur, wenn mir zwei Kinder gleichzeitig ins Ohr schreien, was schon mal vorkommt…).
Ich wollte also, vor allem so kurz vor dem Urlaub, dann doch mal den vernünftigen Weg gehen und hab für den gestrigen Nachmittag noch einen Termin beim HNO ausgemacht. Mit beiden Kindern…

Der meinte dann lapidar, er müsste ausschließen, dass es ein Hörsturz sei und ich müsste mich einigen Hörtests unterziehen. Mit Baby B. auf dem Arm! Ganz toll. F. habe ich mein Handy in die Hand gedrückt, damit ist er vollauf beschäftigt und bleibt sogar alleine im Wartezimmer sitzen!

Lief dann alles in allem recht entspannt, die Hörtesterin hat dem Baby einen Traubenzuckerlutscher gegeben, mit dem er sage und schreibe eine Stunde lang beschäftigt war. Ich allerdings auch, weil er über und über voll pappiger Spucke war.

Fazit: kein Hörsturz, schlechter Druckausgleich im Ohr, daher auch der latente Schwindel. Nasentropfen, dann sollte es in ein paar Tagen deutlich besser sein. Vielen Dank, auf Wiedersehen, nach unglaublichen 90 Minuten. Ich hab echt tolle Kinder! Die waren so lieb!

Abends war mir dann einfach nicht gut, Kopfweh noch stärker, ich war schlapp und müde. Bin bald ins Bett und wohl auch ziemlich schnell eingeschlafen.
Gegen Mitternacht bin ich aufgewacht. Mir war so unglaublich schwindlig. Ich bin vom Schwindel aufgewacht. So was habe ich noch nie erlebt. Das hat mir echt Angst gemacht. Ich hab mich an den Bettrand gesetzt, Füße auf den Boden und versucht, mich erstmal zu beruhigen. Ich war ganz verschwitzt und von der Dreherei war mir fürchterlich übel. Nach einiger Zeit habe ich versucht ins Bad zu gehen, immer mit den Händen an den Wänden entlang, echt mühsam.
Es wurde und wurde nicht besser, ein kalter Waschlappen hat etwas Linderung gebracht.
Zurück im Bett war an Hinlegen überhaupt nicht zu denken! Und nachdem ich ein geübter Internet-User bin, hatte ich natürlich auch nichts besseres zu tun, als mein Handy anzumachen und eine Runde „Diagnosen-Googeln“ zu spielen. Und plötzlich war da die Rede von Atlas-Wirbeln und psychatrischen Kliniken und Burnouts und monatelang ruhig im Bett liegen und erholen – hat nicht gerade zu meiner Beruhigung beigetragen. Das Licht des Handies hat es mir aber ermöglicht, meinen Blick zu fokussieren, meine Augen sind nicht mehr so hin- und hergesaust, ich konnte wieder einen Punkt fixieren. Die Angst ist geblieben.
Ich hab mich dann auf ganz hohe Kissen gelegt und mir das leuchtende Handy vor die Augen gehalten, klingt komisch, war aber ganz angenehm. Irgendwann bin ich dann zum Glück wieder eingeschlafen, unruhig zwar, aber immerhin. Das war echt eine Panikattacke! Scheußlich!
Heute morgen war es dann ein wenig ruhiger, mir ist immer noch schwindlig, aber nicht mehr so wahnsinnig bedrohlich! Und so bin ich, als gute Arbeitnehmerin, ins Büro gefahren und hoffe einfach darauf, dass der Tag bald wieder zu Ende ist und es bis dahin noch besser wird. Ich hasse Kranksein. Und noch dazu so ein ausgeliefertes. Wo man sich so macht- und hilflos fühlt.
Ich werde jedenfalls vorläufig mal so weiter machen, wie es mir gestern der Arzt geraten hat, zur Not muss ich halt am Freitag nochmal hin, wir fahren ja schließlich in der Nacht (eigentlich) los.

Nur die eine Frage hat sich in meinem Kopf festgesetzt: kann es sein, dass solche körperlichen Beschwerden ausschließlich von der Psyche ausgehen? Bin ich womöglich so müde und überfordert, dass mein Körper jetzt ganz massiv eine Ruhepause einfordert? Was für mich zwar irgendwie logisch, aber trotzdem extrem gruselig wäre, ich kann schließlich nicht einfach nicht mehr funktionieren…

Gut, also eine Nacht mit gutem Schlaf wäre sicher angebracht. Mal sehen, vielleicht funktioniert es ja in der kommenden.

Gerade sitze ich über Psychologie und Pädagogik, ist wirklich mühsam, es fällt mir heute richtig schwer, mich zu konzentrieren, vor allem mit diesem leichten „Drehen“ im Kopf…

Hoffentlich bleibt das Wetter noch ein bisschen schön, ich will nachher noch das Auto Innen saugen, das sieht echt chaotisch aus!

Alle anderen Sachen versuche ich ein bisschen von mir weg zu halten, ich will mich gerade nicht mit Geld, Versicherungen, beruflicher Zukunft und so weiter beschäftigen. Einfach nur ein leerer Kopf wäre mir gerade am liebsten. Vielleicht dreht es mich ja deshalb. Eine Art „Hirn-Tornado“….
Ist zwar angesichts der aktuellen Vorkommnisse in Oklahoma nicht witzig, fühlt sich aber auch nicht witzig an.

Bin für heute am Ende mit Schreiben.

Farbe des Tages: schwarz – die Nachwirkungen einer schrecklichen, beängstigenden Nacht
heute: mach ich ein bisschen langsamer. Freue mich auf die Kinder.
später: schlafe ich hoffentlich schon
morgen: schon Donnerstag, letzte Arbeitstag vor dem Urlaub. Unglaublich.
T.: weiß grad nicht
Nasentropfen: Teufelszeug – komm aus dem Schneuzen garnicht mehr raus
Stimmung: verwirrt, durcheinander, dröhnend, lustlos

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

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