meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Da hab ich doch glatt den Montag verpasst! (Dienstag, 26.03.)

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Und bin gerade dem größten Ärger überhaupt hilflos ausgeliefert. Zwei Stunden Zusammenfassung Praxis- und Methodenlehre geschrieben, viel, sehr viel trockener Stoff – aber auch der Stolz, weitergekommen zu sein. Und dann? Dann klicke ich Esel, ganz schnell, ganz unvorsichtig beim Datei schließen auf NICHT SPEICHERN!!!!!! Verdammt!! Ein minikleiner Teil dieser Arbeit hat sich noch durch eine moderne Funktion des Word 2010 retten lassen aber der allergrößte Teil ist in den unendlichen Weiten des PC-Universums verschwunden, für immer… So ein blöder Ärger!

Gerade kriege ich einen Anruf, F. ist mit dem Opa glücklich und zufrieden bei McDonalds (Opas wissen eben, was Kinder wollen!), er hat ihn heute schon um elf aus dem Kindergarten abgeholt und ist mit ihm den Geburtstags-Gutschein einlösen gefahren. F. hat jetzt einen Schulranzen!!! Ich werd verrückt. Mein kleiner, gerade dem Baby-Status entstiegener, Sohn kommt in die Schule. Boah, werde ich alt…

Gestern war Jahrestag. Mein persönliches Lieblingsdatum. T. und ich sind jetzt seit genau neun Jahren zusammen! Unglaublich.
Mir ist dieses Datum das Wichtigste, weil mein damaliges, fast ein halbes Jahr dauerndes Werben an diesem Tag endlich Erfolg hatte. Ich wusste selbstverständlich von Anfang an, dass wir zusammenpassen, zusammengehören und (für immer) zusammen bleiben würden!!! Für ihn gestaltete sich dieser Prozess allerdings ein wenig komplizierter. Große und wichtige Entscheidungen innerhalb eines angemessenen Zeitraumes zu treffen, gehört leider nicht zu seinen Stärken. Aber wenn er sich erst einmal entschieden hat!!!
Schön, so in Gedanken in den alten Geschichten zu schwelgen, den Gefühlen nachzuhorchen, ein bisschen dieser unbeschwerten, einfachen „Ich-und-Du“-Zeit nachzutrauern, so ganz ohne Kinder, ohne tiefer gehende Verpflichtungen. War auch schön! Und was wir nicht alles in diesen neun Jahren erlebt haben. Da war alles dabei und sicher mehr, als viele andere Paare im Laufe ihres gesamten gemeinsamen Lebens erleben, aushalten und ertragen müssen. Aber jetzt ist es irgendwie ruhiger. Die ganz großen Dramen liegen hinter uns, die Familie ist komplett, wir schätzen das garnicht genug.
Obwohl wir auch in jeder noch so schlimmen Zeit immer wieder unter Beweis gestellt haben, dass wir auch in solchen Krisen als Paar bestehen können, dass wir diese Situationen zu meistern in der Lage sind.
Das ist für die Zukunft ein starkes und sicheres Fundament. Klar haben wir unsere „Episoden“, Streitereien, Auseinandersetzungen, Diskussionen, Krisen, aber wirklich aus der Bahn werfen, unser gemeinsames Leben bedrohen, nein, das können die nicht.
Niemand ist mir näher, kennt mich besser, will mich vor allem auch kennen, meine guten, strahlenden, lustigen, rosigen Seiten – aber eben auch meine dunklen, wütenden, verletzten und geschundenen Seiten.
Niemandem vertraue ich mehr, niemand ist mir wichtiger.

Und dabei weiß ich noch genau, wie ich heute vor neun Jahren unglaublich unsicher war, es war alles zu schön um wahr zu sein, zu schön um auf Dauer bestehen zu können. Und die Fragen. Bin ich schön, klug, interessant, dünn, aufregend genug für ihn? Klar hat uns die Zeit verändert. Und ich genieße die Sicherheit zwischen uns. Nur so ein kleines bisschen bohrt dann und wann der Wunsch nach „Unsicherheit“ in mir. Dass nicht alles so selbstverständlich ist, dass man Lust hat, sich für den anderen „herzurichten“, dass man aufgeregt ist, wenn man sich sieht. Klar sitzen wir bequem in unserer „AlltagsjogginghosenwirhabenunsjaschließlichschonnacktgesehenundhabenkeineGeheimnissevoreinander“-Komfortzone! Aber vielleicht müssen wir uns doch das eine oder andere Mal aus dieser Zone raustrauen, mal was Neues probieren, romantisch und verrückt sein. Eigentlich eine schöne Idee…

T. war gestern jedenfalls romantisch. Er hat mir ein rotes Vorhängeschloß geschenkt. Graviert mit unseren Namen, denen der Kinder und den Worten „Für immer“. Er wusste, dass ich mir das sehr wünsche, wir werden am Ostermontag gleich einen Abstecher zu einer sehr bekannten Münchner Brücke machen, unser Schloß an das Gitter sperren und die Schlüssel feierlich in der Isar versenken! Ich freue mich!!!

So, jetzt hole ich Baby B. aus dem Kindergarten, fahre dann nach Hause und lasse mich von des Kindes neuer Schultasche überraschen!!! Hoffentlich gefällt sie mir auch! Ich will mich ehrlich freuen! Hoffentlich ein schlichtes Design, er muss vier Jahre mit der Tasche klarkommen….
aaah, da ist er wieder, der Kontrollzwang!!!! Nein, ich gehe mit dem Kopf an die ganze Sache. Ich habe das bewusst aus der Hand gegeben, ich werde weder meckern noch nörgeln, ich werde mich freuen und glücklich sein, dass ich mich zum einen nicht darum kümmern und zum anderen auch nicht zahlen musste. Jawohl!!

Farbe des Tages: ein ganz, ganz zartes Rosa
Stimmung: lustig und ausgelassen
später: Schwimmkurs, ich muss F. fahren!
übermorgen: fährt die ganze Bagage nach W. zur Familie – ich nicht!
Ärger über verlorene Datei: schon fast verflogen
Wochenede: lernen, lernen, lernen, lernen, lernen, lernen – und schlafen

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

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