meinewelt

Gedanken, Ideen, Träume, Erinnerungen einer 41-Jährigen

Schnee (Dienstag, 26. Februar)

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Unfassbar viel Schnee. Es hört überhaupt nicht mehr auf zu schneien!! Es ist Ende Febraur, das muss doch jetzt mal ein Ende nehmen. Es ist definitiv Zeit für Frühling!

Gestern war mal ein richtig blöder Nachmittag und noch ein blöderer Abend!
Erst haben die Jungs und ich uns eine gute Spazier-geh-Strecke rausgesucht, die unser aller Bedürfnisse erfüllt hat. Direkte Sonneneinstrahlung für mich. Asphaltierter (fast schneefreier) Weg für den großen Sohn mit Roller und eine gute Wegstrecke für den Kinderwagen mit Baby B. an Board. So weit so gut.
Nach ca. 15 Minuten, die F. hauptsächlich damit verbracht hat, mit dem Roller im Schneerand des Weges zu fahren, stolpert er plötzlich über seine eigenen Füße, der Roller rutscht unter ihn und er kracht mit der Hüfte auf die scharfe Kante an der Seite des Rollers. Was für ein Geschrei!! Die Folge war ein großer blauer Fleck, ein gescheiten Riss in der Haut – und zu allem Überfluss: ein bisschen Blut! Das kann noch so weh tun, oder auch nicht, alles lässt sich aushalten, nur Blut geht garnicht. Da war er richtig verzweifelt und es hat bestimmt fünf Minuten gedauert, bis ich ihn überreden konnte, den Rückweg mit mir anzutreten. Sogar beim anschließenden Einkaufen musste er IM Einkaufswagen sitzen und im 30-Sekunden-Takt wiederholen, dass es wirklich ganz besonders weh tut.

Den Versicherungsfuzzi-Termin haben wir dann vorsorglich abgesagt, ich war viel zu spät und die Wohnung viel zu unaufgeräumt und meine Nerven viel zu strapaziert….grrrrr…

Ich war jedenfalls froh, dass T. bald nach Hause gekommen ist und wir uns die Kinder „geteilt“ haben.
Mein Arm hat richtig schlimm weh getan und ich wollte eigentlich nur noch ins Bett. Was ich dann auch gemacht habe, als die Beiden gegen viertel nach Acht brav im Bett waren.

Und dann war für mich wieder einmal glasklar, warum ausgerechnet T. die Liebe meines Lebens ist.
Er hat mir die Füße massiert, die einzige Möglichkeit, mich runterzuholen, zu entspannen und friedlich zu stimmen. Unglaublich.
Dann hatten wir tatsächlich eine ziemlich gute Nacht, Baby B. hat bis 5:30 Uhr geschlafen, wollte dann frühstücken, aber der Wecker klingelt ja eh um 6.

Und dann auch noch Streit mit F. in der Früh. Ganz toll. Ich bin gerade keine ruhige, gelassene Mutter. Es nervt. Er folgt nicht, vergisst alles, was man ihm sagt genau eine Minute später wieder, bummelt, trödelt, verliert seine Sachen, kleckert sich beim Essen regelmäßig voll – ja, ich vermute, ein ganz normaler 6-Jähriger, der gerade seine Autonomie kennenlernt und die nächsten Schritte auf dem saublöden „Abnabelungsweg“ geht. Wer will denn sowas? Ich ganz bestimmt nicht! Weder die Abnabelung noch das tägliche Theater.
Und wie solle ich reagieren? Oder besser gesagt, wie würde ich professionell reagieren? Oder womöglich auch bei anderen Kindern? Ruhig erklären, dem Kind Wertschätzung und Verständis für seine Bedürfnisse entgegen bringen, es aktiv teilhaben lassen am Familienprozess, nicht schreien, nicht motzen, nicht nörgeln, nicht alles fünfmal (immer genervter werdend) wiederholen… ach, es könnte alles so wunderbar sein.
Ich kann nicht! Es ist mein Kind! Ich bin verantwortlich! Ich muss ihn erziehen! Ich stecke mittendrin! Ich fühle mich verarscht oder abwechselnd beleidigt! Ich bin nicht objektiv! Meine Theorie stimmt nicht mit meiner Praxis überein! Ich bin genauso, wie ich nicht sein möchte!

Okay, bald ist es 14 Uhr, ich hole die Jungs ab und ich werde einen neuen Anfang machen. Vielleicht einfach mal nicht mehr drüber reden. Friedlich sein, mich auf ihn einlassen. Nicht gleich ausflippen.
Guter Vorsatz. Wir gehen nachher mit Freunden ins Kaschperl-Theater, eine gute Gelegenheit lustig mit ihm zu sein.

Ich liebe ihn so sehr! Manchmal so sehr, dass es kaum auszuhalten ist! Vielleicht schafft er es gerade deshalb, mich so auf die Palme zu bringen. Mein Wunsch, aus ihm einen selbständigen, empathischen, ordentlichen Jugen zu machen ist riesig, ich muss da dringend Abstriche machen. Mir und vor allem ihm zuliebe. Also gut, dann mal los!

Farbe des Tages: weiß – geht nicht anders, Schreibtisch steht mit Blick zum Fenster und alles, was ich beim Blick nach Draußen sehe ist: Schnee!!
Stimmung: latent aggressiv, unzufrieden
nachher: bin ich die Mutter, die ich eigentlich sein will
abends: Fingernägel lackieren – hilft manchmal
morgen: Mittwoch = Streßtag

Autor: longing for peace

I lost myself.... Und heute ist der Tag, an dem ich beginnen will, Stück für Stück mich und mein Leben zurück zu gewinnen. Und dazu will ich schreiben...

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